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ATP-Tour Wawrinka glückt der Auftakt in Indian Wells

Stan Wawrinka hat seine Startaufgabe beim 1000er-Turnier in Indian Wells erfolgreich gemeistert. Beim 6:3, 6:4-Sieg gegen Paolo Lorenzi (ATP 38) kämpfte der Lausanner aber noch mit mangelnder Effizienz.

  • Wawrinka schlägt 31 Winner, produziert aber auch 24 Fehler
  • Im 2. Satz benötigt er 9 (!) Anläufe, um das entscheidende Break zu schaffen
  • Gegner in der 3. Runde ist der Deutsche Philipp Kohlschreiber

Wawrinka hätte es in seinem Auftaktspiel auch einfacher haben können. Nach einem äusserst druckvollen Auftakt in die Partie schlichen sich beim Lausanner mit zunehmender Spieldauer mehr Fehler ein.

Dennoch darf der an Nummer 3 gesetzte Schweizer mit seinem Auftritt zufrieden sein. Nach 77 Minuten verwertete er mit einem Ass seinen ersten Matchball. Noch vor zwei Wochen war er in Dubai überraschend in der Startrunde hängengeblieben.

Blick auf die Uhr – dann ging's schnell

Gegen Lorenzi lief Wawrinka nie Gefahr, die Partie aus der Hand zu geben. Dafür verfügt der italienische Sandplatzspezialist schlicht über zu wenig Möglichkeiten in seinem Spiel. Ein Break zum 3:1 reichte dem Romand, um den 1. Durchgang nach 33 Minuten ins Trockene zu bringen.

Legende: Video Wawrinka blickt auf die Uhr und schafft das Break abspielen. Laufzeit 00:21 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 12.03.2017.

Im 2. Satz sorgte Wawrinka erst beim Stand von 4:4 für den Unterschied. Nach einem Blick auf die Uhr ging es plötzlich schnell: Er drehte bei Aufschlag des Italieners einen 15:30-Rückstand, schaffte das Break und servierte die Partie danach souverän nach Hause.

Vorwerfen muss sich Wawrinka einzig die fehlende Effizienz. Bereits zu Beginn des 2. Durchgangs war er gleich zu 3 Breakmöglichkeiten gekommen. In der Folge liess er – teilweise mit einfachen Vorhandfehlern – 5 weitere ungenutzt, ehe ihm der Servicedurchbruch endlich gelang. Bei eigenem Aufschlag agierte Wawrinka jedoch souverän und musste in der gesamten Partie nur zwei Breakchancen abwehren.

Ausgeruhter Kohlschreiber wartet

In der 3. Runde trifft Wawrinka auf Philipp Kohlschreiber, die Nummer 31 der Welt. Der Deutsche profitierte in der 2. Runde von der Aufgabe seines Gegners Alexandr Dolgopolow, der sich in Führung liegend verletzte. Gegen Kohlschreiber hat Wawrinka in 4 Duellen noch nie verloren.

Sendebezug: Radio SRF 3, 08.03.2017, Bulletin von 08:00 Uhr

6 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Im Tennis-Sport ist das Primär-Ziel, den letzten Punkt/Ball zu gewinnen. Emotionen der Spieler und der Austausch mit den Zuschauern sind wichtig, kommen jedoch dahinter. Ob nun ein Spieler attraktiv spielt, von langen Ballwechseln bis zu Aufschlags-Matchen (Asse). Das ist Geschmacks-Sache. Die einen finden das Erste besser, andere das zweite Extrem. Und die meisten wohl ein Mix von Beidem. Wer Gegner gut "ließt" / antizipiert und gute Nerven beweist hat immense Vorteile.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Habe eben bemerkt, dass Andy Murray bereits ausgeschieden ist. Damit fällt eine sehr grosse Hürde für den Turniersieg weg. Aufpassen, es kann also auch die Besten unerwartet früh erwischen.
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
      Andy Murray ist die schlechteste NR 1 der letzten 15 Jahren. Er wird mit Sicherheit dieses Jahr abgelöst.
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    2. Antwort von Christian Szabo (C. Szabo)
      @Röthenmund: Murray hat auf Djokovic, der auch nicht in bestechender Form ist, einen komfortablen Vorsprung. Ab der Nr. 3 (aktuell Wawrinka) wird es dann bereits gewaltig (über 6000 Punkte). Auf ihre Aussage würde ich meinen Arm nicht verwetten. Murray ist ein harter Kämpfer und zäher Return-Spieler. Ob einem seine Spielweise gefällt oder nicht.
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    3. Antwort von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
      Herr Szabo solche Punkte sind sehr schnell weg. besonders in der zweiten Hälfte hat er sehr viel zu Verteidigen. Er strahlt einfach keine Grösse aus, er muss alles sehr hart erkämpfen, spielerisch ist er klar die NR. 5. sogar klar hinter Djokovic und Nadal, Wawrinka ist für mich einer der Spielstärksten auf der Tour, aber sehr inkonstant, und Roger ist von allen Unerreicht und das für sehr lange Zeit. Bei Murray ist sein Kämpferherz das Beste, seine Präsenz auf dem Platz eher Farblos.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Wawrinka hat nicht selten bei Turnierbeginn Mühe mit der Konstanz. Er musste die Australien Open verdauen, wo er unglücklich gegen Federer verlor. Da jetzt die 1. Runde geschafft ist, weiss er, wie gut er drauf ist. Technisch hat er selten Probleme. Er schlägt starke Winner, ist variantenreich und eine Kämpfernatur. In Sachen Konzentration wird er meist von Spiel zu Spiel besser, je stärker die Gegner sind. Gutes Gelingen gegen Kohlschreiber. Dieser ist nicht zu unterschätzen.
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