Zum Inhalt springen

ATP-Tour Wenn gut nicht gut genug ist: Murray beendet Wawrinkas Saison

Für Stan Wawrinka bedeutet die Gruppenphase an den ATP Finals in London Endstation. Der Romand unterlag Andy Murray 4:6, 2:6 und verpasste damit den Sprung in die Halbfinals.

  • Wawrinka hätte einen Sieg gebraucht, um die Hoffnung auf eine Halbfinal-Teilnahme aufrecht zu erhalten.
  • Andy Murray sicherte sich erstmals seit 2012 wieder einen Platz in der Runde der letzten Vier.
  • Kei Nishikori verliert gegen Marin Cilic und zieht mit nur einem Sieg aus der Gruppenphase in die Halbfinals ein.
  • Die Halbfinals lauten somit wie folgt: Novak Djokovic vs. Nishikori und Murray vs. Milos Raonic.
Legende: Video Murray: «Im 1. Satz boten sich mir nicht viele Chancen» (Engl.) abspielen. Laufzeit 1:30 Minuten.
Vom 18.11.2016.

Es war das verflixte 7. Game im 1. Durchgang, das den Untergang von Wawrinka einleitete. Bis dahin hatte der Westschweizer wie aus einem Guss gespielt. Er drosch der Weltnummer 1 die Bälle nur so um die Ohren, schlug Winner um Winner und bekundete keine Probleme bei eigenem Aufschlag.

Weil Murray aber ebenfalls von Beginn weg auf sehr hohem Niveau agierte, war Wawrinka mit zunehmender Fortdauer der Partie gezwungen, immer mehr Risiko einzugehen. Dies sollte sich beim Stand von 3:3 rächen. Statt Winner produzierte Wawrinka Fehler. Bei Murrays 1. Breakball missriet ihm zuerst ein Passierball, dann spedierte er den Ball ins Netz.

Im zweiten Satz war es etwas einfacher für mich.
Andy Murray
Legende: Video Frust muss raus: Wawrinka zerstört Racket abspielen. Laufzeit 1:16 Minuten.
Vom 18.11.2016.

Fortan war der Weltranglisten-Erste Herr im Haus, während Wawrinka zusehends abbaute. Der Schweizer vermochte der Power des Briten kaum noch was entgegenzusetzen. Zudem missglückte Wawrinka auch noch der Start in den 2. Durchgang, als er gleich beim 1. Game den Aufschlag zum zweiten Mal abgeben musste.

Damit war der Widerstand der Weltnummer 3 endgültig gebrochen. Nach 1:27 Stunden und einem Rahmenball von Wawrinka, der weit ins Aus segelte, stand Murrays Sieg fest. «Im zweiten Satz war es etwas einfacher für mich, weil ich mich durch den Satzgewinn schon für den Halbfinal qualifiziert hatte», sagte Murray.

Murray kämpft um Titel und Nummer 1

Während für Wawrinka die Saison damit zu Ende ist, kämpft Murray nicht nur darum, erstmals in das Endspiel des Saisonfinales einzuziehen, sondern auch noch gegen Djokovic um die Weltranglisten-Spitze.

Nishikori mit minimalem Aufwand weiter

Im unbedeutenden letzten Gruppenspiel verlor Kei Nishikori gegen Marin Cilic 6:3, 2:6, 3:6. Der Japaner sorgt damit für ein Kuriosum. Zum ersten Mal seit zehn Jahren schaffte am Masters ein Spieler mit nur einem Vorrundensieg den Einzug in die Halbfinals.

Legende: Video Die entscheidenden Punkte von Nishikori - Cilic abspielen. Laufzeit 0:35 Minuten.
Vom 18.11.2016.

Klassement Gruppe John McEnroe


Spiele
SiegeNiederlagenSatzverhältnis
1. Andy Murray 3
3
06:1
2. Kei Nishikori 3
1
2
4:4
3. Stan Wawrinka3
1
22:4
4. Marin Cilic3
12
2:5

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 18.11.2016, 15:00 Uhr.

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Das war besonders im 1. Satz die beste Leistung von Stan bei den atp-Finals. Nur ist Murray momentan technisch und mental in einer beneidenswerten Form. Das Spiel gegen Nishikori war einfach ungenügend. Leider hat Stan bei Turnierbeginn öfters Mühe. Für Stan war das Jahr 2016 insgesamt aber sehr erfolgreich. Und auch das letzte Spiel zeigt sein Leistungsvermögen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Tobias Meier (T.Meier)
    Der Titel ist lausig. Ich finde Stan hat für uns viel gutes getan diese Saison. Halten wir doch nicht immer den Finger drauf und freuen uns an den schönen Momenten. Bravo Stan für die gelungene Saison
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von markus kohler (nonickname)
    Swiss Tennis hat in diesem Jahr nur 2 Highlights gehabt. Einerseits den USO Titel von Stan und die positive Entwicklung von Victoria Golubic. Die Silbermedaille in Rio von Hingis und Bascinszky war ein Erfolg, aber so richtig toll war das Turnier wirklich nicht. Federer, Bencic, Bacsinszky (bis auf Rio mit Hingis) boten ein äusserst dürftiges Jahr. Ohne Superexploit von Stan oder einer weiteren guten Entwicklung von Golubic könnte 2017 eine Totalpleitejahr geben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von René Ruf (RenéR)
      @Kohler Dürftig waren die Leistungen von Bencic. Ansonsten, Bacsinszky ist immerhin die WTA 15! Ihr "Liebling" Federer war nach den AO handicapiert. Die Doppel-Konkurrenz in Rio war bestens angetreten. Sie sehen nur 2 Highlights im 2016. Es sind aber mehr als diese, sie vernachlässigen die Tennisdamen. Fedcup-Halbfinale, Hingis gewinnt die AO mit Mirza. Bei den Juniorinnen gewinnt Masarova in RG und sie wird auch die Weltnr. 2! Hr. Kohler, ihre pessimistischen Zukunftsperspektiven sind bekannt.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Jerome Gerster (jgerster)
      Ich glaube, Sie haben nicht das gleiche Tennisjahr gesehen. Die Schweizer Leistungen waren gut und auf nächstes Jahr dürfen wir uns freuen! Ihre pessimistische Prognose ist nicht nachvollziehbar...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen