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Kein Tennis bis nach Wimbledon
Aus Sport-Clip vom 01.04.2020.
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Wie weiter mit dem Ranking? Löst Djokovic Federer auf dem Sofa als «ewige Nummer 1» ab?

Was passiert, wenn dereinst wieder Tennis gespielt werden kann? Folgt dann für Roger Federer der grosse «Ranking-Blues»?

Am 16. März veröffentlichte die ATP wie fast jeden Montag ihr aktuelles Ranking. Wenige Tage später entschied sie, die Weltrangliste einzufrieren, da der Corona-Krise Turnier um Turnier zum Opfer gefallen war.

Die Weltrangliste vom 16. März hat auch heute noch Bestand. Und sie wird es auch Mitte Juli noch haben, denn am 1. April wurde die komplette Rasensaison inklusive Wimbledon (29.6. bis 12.7.) gestrichen. Und es ist gut möglich, dass der Wettkampf-Betrieb noch länger sistiert werden muss – zu unsicher präsentiert sich die Corona-Situation auf dem Globus.

Doch irgendwann wird wieder Tennis gespielt. Und dann stellen sich punkto Weltrangliste zahlreiche Fragen. Zum Beispiel, ob die Punkte der nicht gespielten Turniere aus der Wertung fallen oder (vorerst) nicht. Oder auch – und das wird nicht zuletzt Roger Federer brennend interessieren – ob Novak Djokovic die Wochen als Weltnummer 1 während der Corona-Pause angerechnet werden oder nicht.

Am 28. September wäre es für Djokovic soweit

Die Beantwortung dieser Frage hat eine grosse Tragweite. Die Sparte «Anzahl Wochen an der Weltranglistenspitze» ist eine der wichtigsten im Welt-Tennis. Auch für Federer. Dieser hatte sich 2018 extra für das Turnier in Rotterdam eingeschrieben, weil er dort noch einmal die Weltnummer 1 werden konnte (was ihm auch gelang).

Federer steht bei 310 Wochen an der Spitze. Der zurückgetretene Pete Sampras kommt auf 286 Wochen. Dann folgt bereits Djokovic mit 282 Wochen (Stand 16. März).

Wenn also die ATP entscheidet, dass Djokovic die Wochen während der Corona-Pause angerechnet werden, wird der Serbe bei Wiederaufnahme des Turnier-Betriebs nicht nur Sampras überholt haben. Je nach Dauer des Unterbruchs stünde er gar vor Federer – und wäre sozusagen auf dem Sofa zur «ewigen Nummer 1» geworden.

Viele Aspekte betreffend der eingefrorenen Weltrangliste und alle Details, was sein wird, wenn wieder gespielt werden kann, sind noch nicht abschliessend geregelt.
Autor: ATPzur Weltranglistenfrage

Am 28. September würde Djokovic seine 310. Woche als Nummer 1 in Angriff nehmen – sollte die Pause so lange dauern und die ATP die «Corona-Wochen» anrechnen. Damit hätte er Federers Rekord egalisiert. Ab dem 5. Oktober würde Djokovic die Bestmarke alleine gehören.

Die ATP schreibt zu dieser Thematik: «Viele Aspekte betreffend der eingefrorenen Weltrangliste und alle Details, was sein wird, wenn wieder gespielt werden kann, sind noch nicht abschliessend geregelt.» Die ATP wird sicher keinen voreiligen Entscheid treffen – zu viel hängt davon ab.

SRF zwei, sportflash, 1.4.20, 20:00 Uhr;

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Gisler  (Stefan Gisler)
    Die gratsis Wochen die ND kriegen eürde eären sportlich nichts wert und die werden dann immer wieder in Klammer aufgezeigt. Ob er dann das wirklich schaft ist noch nicht gesagt, zudem definiert man den besten Tennisspieler nicht alleine auf der Anzahl Wochen als Nr. 1 Die Grösse eines sSportlers basiert noch auf anderen Werten und die fehlen ND und kann er nie erreichen da sid RF und Nadal Lichtjahre voraus.
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  • Kommentar von Dominik Kessler  (dominikk)
    Ich verstehe jene, welche sagen, es sei unfair, wenn er jetzt einfach länger Punkte kriegt. Aber bedenkt: eine andere wichtige Grösse in der ewigen Liste des Tennis, ist die Anzahl gewonnener Grand Slam Turniere.

    Auch hier ist Djokovic in greifbare Nähe an Federer gelangt. Dass nun einige Grand Slams wegen der Krise ausfallen, ist ein Nachteil für ihn. Gerade da er auch nicht mehr der Jüngste ist. Deshalb fände ich es i.O., wenn ihm die Wochen angerechnet werden.
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  • Kommentar von kurt küng  (kudi)
    könnten wir jetz wenigsten einige wochen an wichtigere sachen denken und entsprechend handeln als über die "diverse kravattenprobleme"?
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