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Davis Cup Die Schweiz scheitert an Belgien

Die Schweiz ist als Titelverteidiger im Davis-Cup-Achtelfinal gegen Belgien mit dem Gesamtskore von 2:3 ausgeschieden. Adrien Bossel blieb im abschliessenden Einzel gegen David Goffin chancenlos und unterlag in 3 Sätzen. Damit muss die Schweiz in die Relegation.

Legende: Video Goffin macht kurzen Prozess abspielen. Laufzeit 00:45 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 08.03.2015.

Adrien Bossel (ATP 321) wehrte sich im entscheidenden letzten Duell nach Kräften, musste sich jedoch dem um 300 Ränge besser klassierten David Goffin beugen. Mit 4:6, 0:6, 4:6 ging das Match aus Schweizer Sicht verloren. Belgien hatte seinen grössten Trumpf im entscheidenden Moment ausgespielt und seinen besten Mann ins Rennen geschickt.

Einzig im 3. Satz keimte bei Bossel Hoffnung auf, als sich ihm die Möglichkeit zum Break bot. In der Folge geriet der 28-Jährige jedoch bei eigenem Aufschlag unter Druck. Nachdem er im 7. Game gleich 4 Breakchancen abwehren konnte, musste er das 4:5 hinnehmen. Nur dreieinhalb Monate nach dem Titelgewinn in Lille ist das Schweizer Davis-Cup-Team wieder entthront.

Laaksonen hielt Schweiz im Rennen

Legende: Video Laaksonen hält die Schweiz im Rennen abspielen. Laufzeit 04:33 Minuten.
Aus sportpanorama vom 08.03.2015.

Dass die Schweiz vor dem letzen Einzel noch vom Viertelfinal-Einzug träumen durfte, lag an Henri Laaksonen (ATP 344), der auch seine zweite Partie gewonnen hatte. Der 22-Jährige bezwang Steve Darcis – immerhin die Nummer 102 der Welt – nach hartem Kampf in 5 Sätzen (6:3, 3:6, 3:6, 7:6, 6:1). Die 2 Siege tragen Laaksonen 80 Weltranglistenpunkte ein. Damit wird er in der Weltrangliste am Montag von Platz 344 in den Bereich von Position 235 vorstossen.

Die Schweiz aber, die in Lüttich ohne Roger Federer und Stan Wawrinka antrat, muss nun die Relegationsrunde gegen eine der 8 besten Mannschaften aus den Kontinentalgruppen Europa/Afrika, Ozeanien/Asien und Amerika antreten. Am 18. September geht es für das Team von Captain Severin Lüthi darum, sich wieder für die Weltgruppe zu qualifizieren.

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 08.03.15, 18:00 Uhr

15 Kommentare

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  • Kommentar von René, St.Gallen
    @Juha Wie sie selber bemerken "Es gibt Wichtigeres wie den Davis Cup". So ist es auch. Sie verstehen bzgl Stan & Co. mit noch "retten"? Wie @Amateur erwähnt, Nadal spielte letztmals 2013 & Djokovic gewann mit Serbien 2013 den DC, danach im 2014 und zuvor im 2012 kein einziges Match. Patriotismus, es sei zum Lachen & gespielt. Hr. Stump, kurz gesagt, sie scheinen Stan & RF zuwenig zu "kennen".
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Es ist schon erstaunlich, wie jetzt die Federer- und Wawrinka-Fans schweigen. Aber ihr habt teilweise auch Recht: Es gibt wirklich Wichtigeres als den Davis Cup, zudem können Stan & Co. die Nation immer noch "retten". Aber noch dies, Leute: Ein Djokovic oder ein Nadal könnten sich ein solches Klemmen nicht leisten, in Serbien und Spanien gelten noch ganz andere nationale und moralische Werte. Patriotismus? Zum Lachen bei Federer und Wawrinka. Vieles war und ist immer nur gespielt.
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    1. Antwort von Amateur, Aarau
      Ich vermute, dass patriotisch-nationalistisches Geschwurbel vielen Tennisfans einfach zuwider ist. Wichtiger sind ihnen die Erfolge ihrer bevorzugten Spieler über das ganze Jahr. Halten Sie es denn tatsächlich für eine patriotische oder gar moralische Notwendigkeit, diese Schüssel Jahr für Jahr zu verteidigen, wenn man sie einmal gewonnen hat? Ich nicht. (Nebenbei: Soweit ich mich erinnere, haben weder Nadal noch Djokovic letztes Jahr im Davis-Cup gespielt. Die Auszeit sei allen gegönnt.)
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  • Kommentar von Muhahaha, Muhahaha
    Der Lüthi hat nichts anderes verdient.
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