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Davis Cup Federer gleicht Davis-Cup-Viertelfinal aus

Roger Federer hat das 2. Einzel im Davis-Cup-Viertelfinal gegen Michail Kukuschkin mit 6:4, 6:4, 6:2 gewonnen. Damit steht es zwischen der Schweiz und Kasachstan 1:1. Stanislas Wawrinka hatte sein Match gegen Andrej Golubew in 4 Sätzen verloren.

Das Publikum in der bestens besuchten Palexpo-Halle in Genf durfte am Ende des 1. Tages im Davis-Cup-Duell zwischen der Schweiz und Kasachstan doch noch jubeln. Roger Federer hatte sich gegen Michail Kukuschkin (ATP 56) in einem attraktiven Match in 3 Sätzen durchgesetzt.

Der Baselbieter entschied sowohl den 1. als auch den 2. Durchgang mit dem Break zum 6:4. War es im 1. Satz noch ein Doppelfehler Kukuschkins, so beendete Federer den 2. Satz mit einem Vorhandwinner.

Federer zieht mit Hlasek gleich

Der Widerstand des Kasachen war spätestens nach Federers Servicedurchbruch zum 3:0 im 3. Satz gebrochen. Der 32-Jährige, der bei eigenem Aufschlag nur eine Breakchance abwehren musste, servierte das Match souverän nach Hause.

«Es war wichtig, die Ruhe zu bewahren», gab Federer nach dem Sieg zu Protokoll. Vor so vielen Fans habe er in der Schweiz zuvor noch nie gespielt. Dass er mit Jakob Hlasek in Sachen Davis-Cup-Siegen (34) gleichgezogen habe, sei «super».

Wawrinka verliert Nerven und das Match

Im 1. Einzel hatten die 15'000 Zuschauer Stanislas Wawrinka über 3 Stunden lang umsonst angefeuert. Der Waadtländer musste sich im Tie-Break des 4. Satzes nach hartem Kampf Andrej Golubew (ATP 64) endgültig geschlagen geben. Golubew verwandelte den 6. Matchball und feierte im 4. Duell gegen den Schweizer den 2. Sieg.

Legende: Video Wawrinkas Wut nach einer Ref-Entscheidung abspielen. Laufzeit 02:19 Minuten.
Aus sportlive vom 04.04.2014.

Wawrinka war äusserst nervös in die Partie gestartet und musste den 1. Satz im Tie-Break abgeben. Im 2. Durchgang geriet der Australian-Open-Sieger komplett von der Rolle. Nach einem spektakulären Passierschlag des Schweizers, den der Schiedsrichter wegen zwei angeblichen Bodenberührungen des Balles nicht als Punkt wertete, flippte der 29-Jährige aus. Wawrinka beschwerte sich lautstark beim Unparteiischen.

Mit jeweils einem Doppelfehler und der Wut des Fehlentscheids im Bauch schenkte er Golubew 2 Breaks und schliesslich den Satz. «Der Knackpunkt war aber nicht der Disput mit dem Schiedsrichter», fand Wawrinka, «sondern die Breakbälle.» Erst im 3. Satz drehte Wawrinka auf, der Weltranglisten-Dritte schien sich wie so oft zurückzukämpfen. Die Wende gelang ihm aber nicht mehr.

Wichtiges Doppel am Samstag

Federer/Wawrinka treten am Samstag gemeinsam im Doppel wohl gegen das Duo Aleksandr Nedowjesow/Ewgeni Korolew an. Die Partie dürfte für den weiteren Verlauf des Viertelfinals von wegweisender Bedeutung sein.

Resultate

Davis Cup. Viertelfinals:
In Genf (Halle): Schweiz - Kasachstan 1:1 (Zwischenstand). Stanislas Wawrinka - Andrej Golubew 6:7 (5:7), 2:6, 6:3, 6:7 (5:7). Roger Federer - Michail Kukuschkin 6:4, 6:4, 6:2. - Samstag, 13.30 Uhr: Wawrinka/Federer - Alexander Nedowjesow/Jewgeni Koroljew. - Sonntag, 13.30 Uhr: Wawrinka - Kukuschkin, Federer - Golubew.

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Verfolgen Sie das Doppel im Davis-Cup-Viertelfinal zwischen der Schweiz und Kasachstan am Samstag ab 13:10 Uhr auf SRF zwei und im Livestream.

20 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Gehrig, F - Montpellier
    Stanislas Wawrinka hatte einen schlechten Tag und hat zu Unrecht einen wichtigen Punkt nicht zugesprochen bekommen (trotz eines fantastischen Zauberschlags). Und schon sind hier wieder die "Experten" unterwegs. Er hat letztlich knapp verloren und einen fünften Satz hätte Golubew wohl kaum überstanden ... das ist die Realität und nicht irgendwelche Mutmassungen, die immer zu fünfzig Prozent richtig sind.
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    1. Antwort von Amateur, Aarau
      Der Fehlentscheid war sehr unglücklich, aber Stan hat schon vorher und fast durchwegs deutlich schlechter gespielt als Golubew. Ob er einen 5. Satz überstanden hätte, kann ich nicht beurteilen. Ich habe gestern Tsonga im 5. Satz nach grossem Kampf gegen die gewaltig aufspielende Nr. 119 (!) verlieren sehen und gemerkt, welch immenser Erwartungsdruck auf den Top-Spielern lastet. Und wie sehr der Davis Cup, das Team und die Zuschauer die "underdogs" zu grossartigen Leistungen beflügeln können.
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    2. Antwort von Raffi, gone
      Das ist auch eine Mutmassung. Fakt ist, Stan hat verloren. Es steht 1:1. Am besten gewinnen Sie jetzt das Doppel. Sonst sollte es auch möglich sein die Einzel zu gewinnen am Sonntag. RF hat's vorgemacht. Und Stan hat dann auch einen besseren Tag.
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  • Kommentar von jean passant, thun
    Ich habe schon vor dem Spiel geschrieben, dass sich Stan meiner Einschätzung nach in einer Baisse befindet und rechnete eigentlich mit dieser Niederlage. Stans Spiel war dann auch schwach. Das Doppel wird wohl die Entscheidung bringen, wenn die Schweiz verliert, dann dürfte Spiel 2 von Stan eher in Richtung Kasachstan kippen. Damit muss sehr gut abgewogen werden, ob man Wawrinka im Doppel wirklich einsetzen will, Lüthi ist gefordert.
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  • Kommentar von hug, wilen
    WOW belind bencic!!! ein mädchen das dem frauen tennis neuen glanz verleihen wird, wie federer damals. A NEW STAR IS BORN!!!
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