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Grand-Slam-Turniere Andy Murray nach grossem Kampf im Halbfinal

Andy Murray hält in Wimbledon die Hoffnung auf einen Heimsieg aufrecht. Der Schotte rang Fernando Verdasco nach 0:2-Satzrückstand nieder und steht im Halbfinal.

Vor einem begeisterten Publikum bezwang Murray den Spanier nach 3:27 Stunden mit 4:6, 3:6, 6:1, 6:4 und 7:5.

In den ersten beiden Durchgängen agierte Murray ungewohnt fehlerhaft. Zudem hatte er Mühe mit dem druckvollen Spiel Verdascos (ATP 54) und bekundete auch etwas Pech: Das entscheidende Break im 2. Satz holte der Spanier dank einem Netzroller.

«Nerven behalten»

Mit dem Rücken zur Wand steigerte sich die Weltnummer 2 aber und siegte letztlich verdient. «Ich behielt meine Nerven und nahm mir etwas mehr Zeit. Das machte den Unterschied aus», meinte Murray nach der Partie.

«Ich habe schon früher solche Matches gedreht, aber es war hart. Ich sage seit zwei Tagen, dass er (Verdasco, Anm.d.R.) ein exzellenter Spieler ist und heute erreichte er sein früheres Niveau.»

Janowicz gewinnt polnisches Duell

Im Halbfinal trifft der Schotte auf Jerzy Janowicz. Der 22-jährige Pole (ATP 22) schlug seinen 9 Jahre älteren Landsmann Lukasz Kubot (ATP 130) 7:5, 6:4, 6:4 und steht damit als erster Pole überhaupt in einem Major-Halbfinal.

«Ich bin sehr, sehr glücklich», sagte der 2,03 Meter grosse Rechtshänder nach dem bisher grössten Erfolg seiner Karriere. «Ich finde im Moment noch nicht die richtigen Worte dafür.»

Auf dem Court Nummer eins hatten sich wenige Augenblicke zuvor rührende Szenen abgespielt, als sich Kubot und Janowicz lange innig mitten auf dem Platz umarmten und anschliessend ihre Hemden tauschten.

9 Kommentare

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  • Kommentar von Hahaha, Hahaha
    Murray wirkt zerknirscht und muffig, weil er endlich Wimbledon gewinnen muss! Hahaha!
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  • Kommentar von M. Wyrsch, Luzern
    Aus sportlicher Sicht hat Murray mit seiner kämpferischen Leistung den Sieg zweifellos verdient. Doch ich kann es mir leider nicht verkneifen: Von seiner Ausstrahlung her ist Andy Murray für mich seit Ivan Lendl der unsympathischster Spieler auf der Tour! Nicht einmal den Hauch eines Lächelns bringt er über seine Lippe, zerknirscht und muffig wirkt er auf dem Platz. Ein wenig „Anschauunterricht“ bei Roger Federer könnte hier nicht schaden.
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    1. Antwort von Remo Zahn, Diessenhofen
      Wie die Mutter so der Sohn (da kriegt man manchmal Angst)
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    2. Antwort von Hahaha, Hahaha
      Da wird auch Djokovic im Finale vor Angst in die Hose machen.
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    3. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Schön, dass Sie sich auch wieder melden, Herr Wyrsch. Was Sie hier schreiben, ist aber weniger schön. Erstens ist Murray mit diesem Gesicht auf die Welt gekommen, zweitens wirkt auch Federer oft muffig. Tennis ist halt ein "Krampfsport" mit höchster Konzentration, da kann ein Lächeln dazwischen nur stören, nicht alle sind so wie damals Nastase mit seinen Spässchen. Sind wohl auch Sie wie so viele andere Schweizer noch sauer, weil Murray den Federer im Olympiafinal geschlagen hat?
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    4. Antwort von K. Maalk, Zug
      @Stump: Ziemlich stumpf, ihre Ausführungen, Herr Wyrsch analysiert da eher unparteiischer als Sie! Murray scheint auch auf mich sehr verbittert, etwa wie Sir Alex Ferguson. Und unsympathisch ist er mir auch. Wie kann der so eine Freundin haben?
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    5. Antwort von Juha Stump, Zürich
      @K. Maalk: Wenn Argumente fehlen, müssen halt Wörter wie "stumpf" herhalten. Es wird hier ja oft auf meinen Namen Bezug genommen, ohne dass die Netiquette einschreitet. Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich über Murrays Olympiasieg noch heute froh bin, weil wir sonst überall Federer-Statuen hätten - es gibt ja bereits ein auf seinen Namen umgeschriebenes Vaterunser. Nein, ich bin nicht neidisch, weil ich sein späteres Leben nicht haben möchte: Mauern, Stacheldraht, teure Bodyguards...
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    6. Antwort von M. Wyrsch, Luzern
      Guten Tag Herr Stump Nein, ich bin nicht sauer, dass Murray Federer im Olympiafinal geschlagen hat! Ich gönne ihm diesen Sieg und anerkenne seine Leistung, wie auch jene, wie schon erwähnt, gegen Verdasco. Was ich hier über Murrays Ausstrahlung geschrieben habe, ist meine persönliche Meinung, wenn Sie wollen eine subjektive Aussage, wo es nicht um richtig oder falsch geht. Ich finde ihn einfach unsympathisch, sowie ich Federer, Haas oder auch Tsonga sympathisch finde.
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    7. Antwort von M. Bolder, Muhen
      2010 war ich während des Australian Open für einige Wochen in Schottland in einer Gastfamilie. Trotz einer gewissen Wehmut über die Niederlage ihres Schotten haben sich meine Gasteltern über den Sieg Federers über Andy Murray im Final gefreut. Sie fanden Murray (und insbesondere seine Mutter) auch nicht sympathisch. Ich finde, dass Murray in den vergangenen zwei, drei Jahren doch etwas lockerer und sympathischer geworden ist.
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