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Williams nach dem Halbfinal-Aus an den US Open
Aus Sport-Clip vom 11.09.2020.
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Anlauf zur Nr. 24 nun in Paris Williams nach US-Open-Out: «Zu wenig Gas gegeben»

Wieder versucht, wieder gescheitert: Das Tattoo auf Stan Wawrinkas Unterarm beschreibt die Mission von Serena Williams in New York treffend.

Beim Grand-Slam-Turnier in New York missglückte Serena Williams' Jagd auf den 24. Major-Titel einmal mehr. Seit Melbourne 2017 hält die Ausnahmekönnerin bei 23 Titeln. Die heute 78-jährige Australierin Margaret Court hat als Rekord-Championne Williams nach wie vor eine Trophäe voraus.

Die US-Powerfrau jagt diese Marke mit Wucht und Konsequenz – auch die Geburt von Tochter Alexis Olympia Ohanian Jr. im Herbst von 2017 hindert sie nicht daran. Stattdessen wurde Williams, die seit ihrem Comeback nach der Schwangerschaftspause in 4 Grand-Slam-Endspielen unterlegen war, nun bei den US Open von Victoria Azarenka gestoppt. Der 7 Jahre jüngeren Belarussin glückte bei ihrem 3-Satz-Erfolg im Halbfinal die Wende.

Williams wollte sich nach der kämpferischen Leistung über knapp 2 Stunden nicht viel vorwerfen. «Ich war nah dran und gab alles, was am heutigen Tag drin lag», lautete ihr Fazit.

Mehr und mehr in der Defensive

Die Einheimische startete stark und nahm Azarenka den 1. Durchgang gleich mit 6:1 ab. Doch ihre Gegnerin blieb hartnäckig. «Sie kam je länger desto besser auf, und ich nahm in dieser Phase meinen Fuss möglicherweise etwas zu sehr vom Gaspedal», sinnierte Williams. Sie habe nicht mehr ganz so dominant serviert und sich ein paar Fehler zu viel geleistet.

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Zusammenfassung Williams - Azarenka
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Sie sei offensichtlich enttäuscht über den abermals geplatzten Traum bei ihrem Heimturnier, das sie in den Jahren 1999, 2002, 2008 und von 2012 bis 2014 hatte gewinnen können. Auf der anderen Seite könne sie die Niederlage akzeptieren. Auch ihre Probleme an der Achillessehne in der Endphase des Matches mochte sie nicht überbewerten.

Frauen-Final Osaka vs. Azarenka

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Verfolgen Sie das Frauen-Endspiel bei den US Open am Samstag ab 22:15 Uhr live bei SRF zwei sowie in der Sport App mit Stream und Ticker.

Wenn der Zahn der Zeit nagt ...

Die Weltnummer 8 hält es nun wie Stan Wawrinka, der sein Lebensmotto auf dem Unterarm tätowiert hat. Frei übersetzt prangen dort Samuel Becketts Worte: «Immer versucht. Immer gescheitert. Egal. Versuche es wieder. Scheitere wieder. Scheitere besser.»

Unmittelbar nach ihrem 39. Geburtstag wird sich Williams dieses Motto bei den French Open (27. September bis 11. Oktober in Paris) wieder zu Herzen nehmen – mit dem Wissen, dass sie mit ihrem Palmarès immerhin schon 23 Mal auf der höchsten Turnierstufe nicht gescheitert ist. Auf Sand bestreitet die Amerikanerin ihr 10. Major-Turnier als Mutter. Letztmals reüssierte sie bei Roland Garros 2015, im Jahr darauf stand sie zuletzt im Endspiel.

SRF zwei, sportlive, 09.09.2020 18:05 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    "Ich gab alles, was an diesem Tag drin lag"... das ist doch ein bemerkenswerter Satz! Mir scheint allerdings auch, dass seit der Geburt, v.a. seit den im Umfeld notwendigen operativen Eingriffen, körperlich/mental/psychisch nicht mehr diese jeweils geradezu überwältigende Spielpräsenz da ist. Was eigentlich für Serena spricht, denn: es gibt eben andere Prioritäten. Ich wünsche ihr, ihrem Kind, den Sportlerinnen vor Ort alles Gute und gute Gesundheit. Auf das Match Osaka-Asarenka freue ich mich!
    1. Antwort von Konrad Pfister  (Konrad Pfister)
      Doch also ich finde ihre Spielpräsenz ist erdrückend!
  • Kommentar von Daniel Flückiger  (Daniel Flückiger)
    Ich hab mir den Match gegen Pironkova angeschaut. Den konnte sie zwar noch drehen. Aber man hörte (leeres Stadion sei dank) Serena fast dauernd im roten Bereich atmen, oft noch Minuten nach einem harten Ballwechsel. Sie wirkt irgendwie einfach nicht voll austrainiert. So wirds wohl keinen GS mehr geben.
  • Kommentar von Hans H. Hirt  (AndromedaAxiomis)
    Werden im Tennis Spielerinnen eigentlich auch auf Testosteronwerte untersucht?