Auf diese Premiere musste Murray 8 Jahre warten

Andy Murray steht in Wimbledon zum 11. Mal in seiner Karriere in einem Grand-Slam-Final (ab 15 Uhr auf SRF zwei). Zum ersten Mal ist er dabei Favorit.

Andy Murray mit Coach Ivan Lendl. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Holt sich die letzten Tipps Andy Murray mit Coach Ivan Lendl. Getty Images

Die nackten Zahlen sprechen nicht gerade für Andy Murray. Bereits 10 Major-Finals hat der Schotte bestritten, gewonnen hat er davon nur zwei. Diese ernüchternde Bilanz lässt sich aber erklären, wenn man etwas genauer hinschaut. Denn: Murray stand in sämtlichen Grand-Slam-Endspielen entweder Novak Djokovic (7 Mal) oder Roger Federer (3) gegenüber.

Murrays bisherige Grand-Slam-Finals

Jahr
TurnierGegner
2008US Open
Roger Federer
2010Australian Open
Roger Federer
2011Australian Open
Novak Djokovic
2012WimbledonRoger Federer
2012US Open
Novak Djokovic
2013Australian Open
Novak Djokovic
2013
Wimbledon
Novak Djokovic
2015Australian Open
Novak Djokovic
2016
Australian Open
Novak Djokovic
2016French Open
Novak Djokovic

Fast 8 Jahre nach seinem ersten Major-Final präsentiert sich die Situation für einmal anders. Murray, der in Wimbledon 2013 bereits einmal triumphieren konnte, ist gegen Milos Raonic Favorit. Der Kanadier steht erstmals in seiner Karriere in einem Final auf der grössten Bühne.

«  Ich kann es jeweils kaum erwarten, Sophia und Kim wiederzusehen. »

Andy Murray

Murrays Ehefrau Kim. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Stets mit dabei Murrays Ehefrau Kim. Getty Images

Zusätzlichen Druck möchte sich Murray ob dieser Ausgangslage aber nicht aufbürden. «Ich habe keine Angst, zu versagen», schreibt er in seinem Blog auf bbc.com.

Ohnehin sei die Situation heuer eine andere. Nach der Geburt von Töchterchen Sophia sei das Tennis erstmals eine Abwechslung zum Tennis-Alltag – und nicht umgekehrt. «Ich kann es jeweils kaum erwarten, Sophia und Kim wiederzusehen», erzählt der Schotte.

Eine unglaubliche Serie der Top 3

Nicht nur für Murray, auch für die Zuschauer wird der Final eine ganz spezielle Angelegenheit. Es ist erst das zweite Mal seit 2005 respektive 45 Grand-Slam-Turnieren, dass weder Federer, Djokovic noch Nadal in einem Final vertreten sind. Die einzige Ausnahme bildete das US-Open-Endspiel 2014 zwischen Marin Cilic und Kei Nishikori.

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Murrays Wimbledon-Triumph 2013

2:53 min, vom 7.7.2013

Sendebezug: Laufende Berichterstattung Wimbledon