Bemelmans' doppelte Premiere gegen Wawrinka

In der 3. Runde der US Open trifft Stan Wawrinka auf Ruben Bemelmans (ATP 107). Der Belgier betritt mit der Partie gegen den Schweizer Neuland. Und das nicht nur, weil sich die beiden bisher noch nie gegenüber standen.

Ruben Bemelmans im Spiel gegen Jack Sock. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Aufgepasst auf den Linkshänder Ruben Bemelmans im Spiel gegen Jack Sock. Keystone

Ähnlich wie in der Runde zuvor Hyeon Chung dürfte auch Wawrinkas Drittrunden-Gegner Ruben Bemelmans nur den wenigsten wirklich ein Begriff sein. Kein Wunder, der belgische Linkshänder steht mit 27 Jahren erstmals in der 3. Runde eines Grand-Slam-Turniers.

Er profitierte in Runde 2 von der Aufgabe von Jack Sock. Der Amerikaner hatte zu diesem Zeitpunkt mit 2:1-Sätzen geführt, brach wegen der schwülen Hitze aber regelrecht zusammen.

Bemelmans glaubt an seine Chance

Sock muss aufgeben

1:58 min, vom 3.9.2015

Bemelmans verdiente sich seine Weltranglisten-Punkte hautptsächlich auf der Challenger Tour, gewann dort bisher zwei Einzel-Turniere. Zudem ist er seit 2008 fester Bestandteil des belgischen Davis-Cup-Teams. Im März verspielte er im Achtelfinal gegen die Schweiz einen 2:0-Satzvorsprung gegen Henri Laaksonen. Man braucht kein Prophet zu sein, um Wawrinka als klaren Favoriten auszumachen.

«  Dass er manchmal weit hinter der Grundlinie steht, ist vielleicht eine Chance für mich. »

Ruben Bemelmans

Von seinem 1. Duell mit Wawrinka verspricht sich der aus Genk stammende Bemelmans dennoch einiges. Zwar habe er Wawrinkas «unglaublichen Lauf» an den French Open gesehen, auf Hardplatz habe er gegen den Romand vielleicht aber eine Chance. «Ich habe gesehen, dass er manchmal weit hinter der Grundlinie steht, vielleicht eröffnet mir das die eine oder andere Chance», so der Belgier.

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TV-Hinweis

TV-Hinweis

Die Drittrunden-Partie Wawrinka-Bemelmans sehen Sie ab 23:45 Uhr live auf SRF zwei und auf srf.ch/sport.

Wawrinka kommt langsam auf Touren

Wie viele Chancen Bemelmans bekommt, wird stark von der Verfassung Wawrinkas abhängen. Der Romand ist bekannt dafür, dass er in den ersten Tagen jeweils etwas Anlaufzeit benötigt, ehe er sein höchstes Niveau erreicht. Gegen Chung schlug der 30-Jährige zwar 62 zum Teil äusserst sehenswerte Winner, produzierte aber auch 66 unerzwungene Fehler.

«  Jeder Sieg hilft mir, immer besser zu spielen. »

Stan Wawrinka

«Ich habe sicher noch nicht mein bestes Tennis gespielt», ist sich Wawrinka bewusst, aber im Vergleich zu Runde 1 habe er sich bereits deutlich steigern können, so der Lausanner. Er habe keine allzu grossen Höhen und Tiefen gehabt. «Mit jedem Sieg steigt zudem mein Selbstvertrauen, und das hilft mir, immer besser zu spielen.»

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Tennis: US Open, Wawrinka - Chung

4:06 min, aus sportaktuell vom 3.9.2015

Sendebezug: SRF zwei, «sportlive», laufende US-Open-Berichterstattung