Die Stimmen zu Nadals «Decima» an den French Open

Seinen 10. Sieg in Paris feierte Rafael Nadal auf eindrückliche Art und Weise. Die Stimmen von ihm und Stan Wawrinka zum Final.

Als erster Spieler überhaupt gewann Nadal am gleichen Grand-Slam-Turnier 10 Mal den Titel. «Es ist unglaublich, diesen Final schon wieder gewonnen zu haben. Die Decima ist sehr speziell für mich», so Nadal nach der Partie auf Französisch, bevor er ins Englische wechselte.

«Mein Französisch ist sehr schlecht – und wegen den Emotionen jetzt noch schlechter», meinte der Champion mit einem verschmitzten Lachen.

«  Es war eine Ehre, heute gegen Rafa zu spielen. »

Stan Wawrinka

Wawrinka auf der anderen Seite war das Lachen längst vergangen. Zu einseitig war der Final zuvor verlaufen: «Sorry an mein Team. Es ist heute nicht so gekommen, wie wir es uns erträumt hatten.»

Trotzdem schaue er auf zwei grossartige Wochen in Paris zurück: «Rafa spielt so gut wie noch nie. Er steht näher an der Grundlinie und ist aggressiver als früher. Es war eine Ehre, heute gegen ihn zu spielen. Mit etwas Abstand werde ich auf ein gelungenes Turnier zurückblicken.»

Nadal selber schaute in Paris wieder einmal auf ein grossartiges Turnier am Bois de Boulogne zurück und hatte anschliessend Mühe, seine Gefühle in Worte zu fassen: «Die Nerven und das Adrenalin hier kann ich mit keinem anderen Gefühl vergleichen. Dieses Turnier ist das wichtigste für mich in meiner Karriere.»

«  Die Nerven und das Adrenalin hier kann ich mit keinem anderen Gefühl vergleichen. »

Rafael Nadal

Nadal: «Gefühl an diesem Turnier ist unmöglich zu beschreiben»

2:41 min, vom 11.6.2017

Er kenne inzwischen so viele Leute in Paris, dass jedes Wiederkommen speziell sei. Zur Entourage Nadals gehört seit frühester Kindheit auch sein Onkel Toni, der ein Speziallob erhielt: «Wir arbeiten zusammen, seit ich 3 bin. Ohne ihn hätte ich keinen einzigen der 10 Titel gewonnen.»

Wenn Nadal im nächsten Jahr versucht, zum 11. Mal die Coupe des Mousquetaires zu gewinnen, wird er dies ohne Toni machen. Am Ende der Saison werden sich ihre Wege auf dem Tennis-Platz trennen. Immerhin eine Hoffnung für die Konkurrenz.

Sendebezug: SRF zwei, «sportlive», 11.06.17, 14:50 Uhr