Federer gegen Monfils: Spektakel garantiert

Wenn ein Angriffsspieler wie Roger Federer auf einen Improvisationskünstler wie Gaël Monfils trifft, dann dürfen sich die Zuschauer auf einzigartige Ballwechsel freuen. Das letzte Duell der beiden ging vor drei Wochen an den Schweizer.

Spektakel mit Gaël Monfils

Der Viertelfinal an den US Open zwischen Roger Federer und Gaël Monfils regt nicht nur die Fantasien der Fans an. «Ich denke schon», schmunzelt auch Federer selbst zur Frage, ob die Zuschauer im Spiel gegen den Franzosen Show-Einlagen zu sehen bekommen werden.

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TV-Hinweis

TV-Hinweis

SRF zwei überträgt die Federer-Partie in der Nacht auf Freitag ab 02:10 Uhr live im Fernsehen und auf srf.ch.

Monfils ist einer, der aufgrund seines Talents, seiner Physis und seiner Kreativität weit besser klassiert sein müsste als an Rang 24. Vor drei Jahren noch die Nummer 7 der Welt, fiel er aber aufgrund einer langwierigen Knieverletzung zwischenzeitlich aus den Top 100.

Held auf Youtube

Trotzdem wird auf Youtube und Co. kaum ein Spieler mehr angeklickt als der 28-jährige Bewegungskünstler. Wie Monfils sich strecken, verdrehen und beugen kann, wie er scheinbar unerreichbaren Bällen hinterherhechtet, das verdanken ihm Tennis-Fans weltweit mit Bewunderung (siehe Bildergalerie).

Dem ganz grossem Erfolg rennt der Pariser aber immer noch hinterher. Vielleicht auch, weil er seit Jahren ohne Coach unterwegs ist: «Ich weiss, dass es besser wäre, einen zu haben, aber das ist ja nicht so einfach. Er muss streng zu mir sein, aber auch meine Persönlichkeit verstehen, ich bin nicht ganz einfach», so Monfils ehrlich.

Federer: «Muss seine Passivität ausnutzen»

Federer über Monfils

1:02 min, vom 3.9.2014

Monfils ist auf und neben dem Platz unberechenbar. Roger Federer hat aber eine Schwächstelle ausgemacht: «Er hat manchmal die Tendenz etwas passiv zu spielen. Das muss ich ausnützen.» Federer hat vor, seine offensive Spielweise (52 Netzangriffe zuletzt gegen Bautista Agut!) beizubehalten. Zuletzt hatte sie ihm auch einen harterkämpften Drei-Satz-Sieg beim letzten Duell in Cincinnati eingebracht. Von den letzten vier Begegnungen konnte Monfils gegen Federer aber immerhin deren zwei gewinnen.

Gute Freunde neben dem Platz

Spezielle Brisanz bekommt die Partie, weil sich die beiden ausgezeichnet verstehen. Der 5 Jahre jüngere Monfils kommt gegenüber Federer ins Schwärmen: «Roger ist eine Legende. Ich werde meinen Kindern noch erzählen, dass ich gegen ihn spielen durfte. Ich hatte die Chance ihn ausserhalb des Spielfeldes kennenzulernen. Er ist witzig und grosszügig. Ein aussergewöhnlicher Typ.»

Inspiration, so betont Monfils, sei für ihn der Schlüssel zum Erfolg. Was könnte ihm also Besseres passieren als ein Spiel vor 22'000 Zuschauern in New York gegen sein Idol. Roger Federer dürfte gewarnt sein.

Sendebezug: SRF zwei live, 3.9.14, 01:00 Uhr

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Federer bezwingt im Achtelfinal Bautista Agut

4:07 min, vom 3.9.2014