Jil Teichmann – ein Name, den man sich merken sollte

Mit Jil Teichmann verfügt das Schweizer Frauentennis über eine vielversprechende Zukunftshoffnung. Den nächsten Schritt will die 19-Jährige nun bei den French Open machen.

Jil Teichmann. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Grand-Slam-Turniere im Fokus Jil Teichmann. zvg

Wenn man auf der Webseite der WTA in der Sektion «Ranking» unter «Switzerland» sucht, taucht an vierter Stelle der Name Jil Teichmann auf. Anders als bei den vor ihr klassierten Bacsinszky, Golubic und Bencic fehlt neben ihrem Namen allerdings ein Porträtfoto.

«  Mein nächstes Ziel ist es, bei den Grand Slams ins Hauptfeld zu kommen. »

Es mag nur eine Randbemerkung sein, und dennoch sagt dieses Detail eine Menge aus. Den Namen «Jil Teichmann» hat der gelegentliche Tennisbeobachter vielleicht schon einmal gehört, ein fixer Begriff ist er aber noch nicht. Das könnte sich schon bald ändern.

Die Grand Slams – das grosse Ziel

In diesem Jahr hat Teichmann erstmals die Top 150 geknackt. «Das ist eine Bestätigung, dass ich auf dem richtigen Weg bin», freut sich die Newcomerin. «Mein nächstes Ziel ist es, bei den Grand Slams ins Hauptfeld zu kommen.»

Steckbrief Jil Teichmann

Alter
19 Jahre
WohnortBarcelona
LieblingsspielerFederer und Nadal
Lieblings-Grand-SlamAustralian Open und French Open
LieblingsbelagSand
Grösster Traum
Ein Grand-Slam-Titel
Ich in 3 Worten
zielstrebig, diszipliniert, grosses Herz

Dieses Unterfangen soll in Paris erstmals gelingen, wo Teichmann ab Dienstag in der Qualifikation im Einsatz stehen wird. Dass die Form stimmt, hat die 19-Jährige zuletzt bei ITF-Turnieren bewiesen.

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Bildlegende: Zeigt auf dem Platz Emotionen Jil Teichmann. ZVG

Spanien – Schweiz – Spanien

Kommt hinzu, dass Sand ihre Lieblingsunterlage ist. Das kommt nicht von ungefähr: Teichmann ist in Spanien aufgewachsen und zog erst im Juniorenalter in die Schweiz. Seit rund anderthalb Jahren lebt sie wieder in Barcelona, wo sie von Karim Perona, dem ehemaligen Trainer von Tommy Robredo, betreut wird.

«Ich hatte eine super Zeit bei Swiss Tennis in Biel mit vielen Erfolgen. Als der Übergang zum Profitennis klar war, haben wir zusammen eine Lösung mit 100-prozentiger Betreuung gesucht. Barcelona war dann auch ein bisschen Zufall, wir kennen dort sehr viele Leute aus dem Tennisumfeld», erklärt Teichmann ihre Rückkehr.

«  Mein bester Schlag? Der Tweener!  »

Auch die spanische Mentalität dürfte der quirligen Linkshänderin, die Schokolade und Tortillas über alles liebt, entgegenkommen. Die Unbekümmertheit gehört zu Teichmanns grössten Stärken. Nach ihrem besten Schlag gefragt, antwortet sie lachend: «Der Tweener!»

Sendebezug: Radio SRF 1, Bulletin von 18:45 Uhr, 22.5.17.