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Keine epischen Matches mehr Wimbledon führt Tiebreak im Entscheidungssatz ein

Ab dem nächsten Jahr wird in London der entscheidende Durchgang nicht mehr ausgespielt.

Legende: Video Isner gewinnt Rekordmatch nach über 11 Stunden abspielen. Laufzeit 01:36 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 24.06.2010.

Nach Beratungen mit Spielern und Offiziellen entschied sich der All England Lawn Tennis Club zur Einführung des Tiebreaks im Entscheidungssatz. Allerdings kommt die Kurzentscheidung erst beim Stand von 12:12 zum Einsatz.

«Wir waren der Ansicht, dass die Zeit gekommen ist, das Tiebreak für Matches einzusetzen, die nicht in einer vernünftigen Zeit ein Ende finden» erklärte Philip Brook, Vorsitzender des All England Lawn Tennis Club. Ein Tiebreak bei 12:12 sei deshalb der beste Kompromiss.

Isner vs. Mahut: Duell für die Ewigkeit

In Wimbledon war es immer wieder zu epischen Partien gekommen. 2010 spielten der Amerikaner John Isner und der Franzose Nicolas Mahut in der 1. Runde das längste Tennismatch überhaupt. Nach 11:05 Stunden setzte sich Isner mit 70:68 im 5. Satz durch. Das Duell erstreckte sich über 3 Tage. Alleine der entscheidende Durchgang dauerte 8:11 Stunden.

Wimbledon ist damit neben den US Open das 2. Grand-Slam-Turnier, bei dem der finale Durchgang nicht mehr ausgespielt wird. An den Australian Open und an den French Open ist dies weiterhin der Fall.

11 Kommentare

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  • Kommentar von Fred Savage (Fred(T/B))
    die neue regel ist ok...aber nicht im Finale....da hätte man es bis zum bitteren ende ausspielen lassen sollen, ist ja eeeh das letzte Match
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  • Kommentar von Armin Meile (MrMele)
    Aus Sicht der Tradition und von den Emotionen her finde ich es schon ein bisschen schade, dass es solche epischen Dramen nicht mehr gibt. Aber aus sportlicher und gesundheitlicher Sicht ist es nachvollziehbar und es wurde ein sehr cleverer Kompromiss gefunden, der lange fünfte Sätze immer noch ermöglicht, ohne eine zu krasse Belastungsprobe für die Spieler zu werden. Kompliment an den All England Lawn Tennis Club für den gefällten Entscheid!
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  • Kommentar von dan beyeler (khun_dan)
    irgendwie schade aber verständlich. immerhin erst bei 12:12, sehr guter kompromiss! tiebreak kann ja dann immer noch mit 70:68 enden. spannend und nervenaufreibend wirds dann im tiebreak ab stand 6:6, nur noch matchbälle!!!
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    1. Antwort von René Ruf (RenéR)
      Finde es auch einen guten Kompromiss. Ein Tiebreak mit 70:68 wäre aussergewöhnlich, kaum vorstellbar. Der Rekord liegt bei 36:34, dies war nicht bei einem GS/ATP- sondern ITF-Future-Turnier. Naja, bei 6:6 im Tiebreak gibt es keinen Matchball. Bei längerem Tiebreak ist jeder 2.Punkt ein Matchball.
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