«Mr. Unschlagbar» - Djokovic gewinnt Australian Open erneut

Gegen Novak Djokovic ist derzeit kein Kraut gewachsen. Der Serbe schlägt im Australian-Open-Final Andy Murray mit 6:1, 7:5, 7:6 (7:3) und gewinnt das Turnier zum bereits 6. Mal.

  • Mit dem 11. Grand-Slam-Titel schliesst Djokovic zu Rod Laver und Björn Borg auf
  • Djokovic hat 11 der letzten 12 Duelle mit Murray gewonnen
  • Der Serbe stand bei seinen letzten 17 Turnieren immer im Final

Mit seinem 11. Grand-Slam-Sieg hat Novak Djokovic nun genauso viele Titel auf dem Konto wie der legendäre Rod Laver, der in der nach ihm benannten Arena zuschaute. «Es ist eine grosse Ehre für mich, im selben Atemzug wie Legenden wie Rod Laver genannt zu werden», fasste Djokovic seine Gefühlslage in Worte.

«  Ich habe das Gefühl, schon einmal hier gewesen zu sein. »

Andy Murray

Diese war bei Murray nach einem nervenaufreibenden Final am anderen Ende der Skala angelangt. Doch der Schotte nahm die Niederlage bei der Siegerehrung mit (Galgen-)Humor. «Ich habe das Gefühl, schon einmal hier gewesen zu sein», sagte der 28-Jährige, als er die Verlierer-Trophäe entgegen nahm. Fünf Mal hat der Weltranglisten-Zweite in Melbourne schon im Endspiel gestanden, sämtliche fünf Finals hat er verloren.

Knackt Djokovic Federers Rekord von 17 Grand-Slam-Titeln?

  • Ja. Es ist nur noch eine Frage der Zeit.

    59%
  • Nein. So viele Majors gewinnt Djokovic nicht mehr.

    41%
  • 5257 Stimmen wurden abgegeben

So richtig Hoffnung kam bei Andy Murray nur im 2. Satz auf. Der Schotte holte einen Breakrückstand auf und brachte sich seinerseits mehrfach in eine gute Position, um die Partie in andere Bahnen zu lenken.

Murrays Dank an seine schwangere Frau

3:12 min, vom 31.1.2016

Kurz aufs Gaspedal gedrückt

Doch beim Stand von 5:5 zeigte Djokovic, weshalb ihm derzeit niemand das Wasser reichen kann. Er machte bei Aufschlag Murray einen 0:40-Rückstand wett und sicherte sich mit brillantem Grundlinientennis das entscheidende Break.

Auch im 3. Durchgang bäumte sich Murray noch einmal auf und rettete sich nach zwischenzeitlichem Rückstand ins Tiebreak. Dort beraubte sich der 28-Jährige mit unnötigen Fehlern – darunter zwei Doppelfehler – jedoch gleich selbst jeglicher Chance. Nach knapp drei Stunden war der erneute Triumph von Djokovic Tatsache.

Eine beängstigende Konstanz

Für Murray war es die 11. Niederlage in den letzten 12 Duellen mit Djokovic. Der Serbe kann sich seinerseits über einen perfekten Saisonstart freuen. Nach dem Triumph in Doha gewann er auch das zweite Turnier in diesem Jahr. Die Art und Weise, wie er dies tat, verheisst für die Konkurrenz nichts Gutes. Im Gegenteil.

Sendebezug: SRF info/zwei, sportlive, 31.01.2016 09:30 Uhr