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Djokovic trifft Linienrichterin – und wird disqualifiziert
Aus Sport-Clip vom 07.09.2020.
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Nach Out von Djokovic An den US Open werden die Karten neu gemischt

Mit Novak Djokovic ist der Topfavorit auf den Titel an den US Open draussen. Welcher Spieler springt in die Bresche?

Nach der Disqualifikation von Novak Djokovic ist klar: Nach dem Final der US Open am kommenden Sonntag wird ein neuer Grand-Slam-Sieger feststehen. Von den noch auf der ATP-Tour aktiven Major-Champions der letzten 16 Jahre sind sämtliche Spieler entweder ausgeschieden (Djokovic, Marin Cilic, Andy Murray) oder gar nicht erst angetreten (Roger Federer, Stan Wawrinka, Rafael Nadal, Juan Martin del Potro).

Das letzte Grand-Slam-Turnier, bei dem weder Djokovic, Federer oder Nadal im Halbfinal standen, waren die French Open 2004. Zudem hat das Trio seit den US Open 2016 die Titel bei den vier Majors stets unter sich ausgemacht.

Nun wird es interessant. Ich bin nicht der Einzige, der eine Chance hat.
Autor: Alexander Zverev

Djokovic war der haushohe Favorit auf den Triumph in Flushing Meadows. Sein Aus eröffnet den restlichen Spielern ungeahnte Chancen. «Nun wird es interessant. Ich bin nicht der Einzige, der eine Chance hat», sagte Alexander Zverev, der ein möglicher Halbfinal-Gegner des Serben gewesen wäre.

Die US-Open-Sieger seit 2004

JahrGewinner
2004Roger Federer
2005Roger Federer
2006Roger Federer
2007Roger Federer
2008Roger Federer
2009Juan Martin del Potro
2010Rafael Nadal
2011Novak Djokovic
2012Andy Murray
2013Rafael Nadal
2014Marin Cilic
2015Novak Djokovic
2016Stan Wawrinka
2017Rafael Nadal
2018Novak Djokovic
2019Rafael Nadal

Von den 12 im Tableau verbliebenen Spielern haben nur 2 Erfahrungen mit einem Grand-Slam-Final gemacht. Der an Nummer 2 gesetzte Österreicher Dominic Thiem stand 2018 (French Open), 2019 (French Open) und 2020 (Australian Open) in einem Grand-Slam-Final. Daniil Medwedew (RUS) unterlag vor einem Jahr an den US Open Rafael Nadal im Kampf um den Titel.

Die Karten werden also neu gemischt. Zusammen mit Zverev (Sieger der ATP Finals 2018) gelten Thiem und Medwedew nun als die grössten Favoriten auf den Titel. Der Rest des Feldes wird von Matteo Berrettini (ATP 8) angeführt. Die 9 Spieler kommen zusammen auf nur gerade 18 ATP-Titel.

Doch noch nie war die Chance auf einen Überraschungssieger wohl so günstig wie jetzt. Eines ist klar: Die sogenannte «Next Generation» wird nach dem Djokovic-Out aus dem langen Schatten der «Big 3» treten – zumindest temporär. Nun können die Spieler beweisen, dass sie diesem Druck gewachsen sind.

SRF zwei, sportlive, 5.9.2020, 20:00 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Fridolin Rolfö  (F.Rolfö)
    Die Chance ist riesengross, dass erstmals überhaupt ein Spieler, der in den 90er Jahren geboren wurde, einen Grand Slam Titel gewinnt.
    Wäre schon ein Wahnsinn, wenn mit dem Kanadier Félix Auger-Aliassime ausgerechnet der Einzige, der nicht in den 90ern geboren wurde, den Titel gewinnen würde!
    Viel Glück, Félix!
    1. Antwort von Daniel Häberlin  (Svensk)
      Ja, es wäre schon eine Riesenüberraschung, wenn Auger-Aliassime die US Open gewinnen würde (er wäre damit der jüngste Grand-Slam-Sieger seit Nadal 2005!). Und ja, im Moment hat er auch einen ziemlich guten Lauf. Aber gegen den schon einigermassen routinierten Thiem dürfte es heute doch sehr schwierig werden. Auch Mjedwjedjew und Zverev würde ich an und für sich höher einstufen als den Kanadier. Aber lassen wir uns mal überraschen! Auf eine spannende und faire zweite Turnierwoche!
  • Kommentar von Löic Obstberger  (drexpert)
    Wen intressierts? Es GS ohni Federer und Nadal chame eh nid ernst neh :D Itz no dr Djoker dusse, wo's eigentlech vo Afang ah oh gschider so gmacht hätt, dser unger denä Bedingige u mit dr momentane Situation nid mitgspiut hätt..
    1. Antwort von Daniel Häberlin  (Svensk)
      Ah ja, Ihrer Logik zufolge wird man alle Tennisspieler, die nach dem Rücktritt der heutigen Altmeister einen Grand-Slam-Titel gewinnen, nicht mehr ernst nehmen können? Also, ein bisschen mehr Respekt vor der U30-Generation wäre schon angebracht! Schliesslich haben auch die Altmeister einmal klein angefangen. Mit Thiem ist immerhin noch ein dreimaliger Grand-Slam-Finalist mit dabei, und auch andere U30-Spieler (Zverev, Mjedwjedjew, Tsitsipas, Ćorić) werden immer häufiger vorne anzutreffen sein.