Round-Up: Ferrer beendet die Karriere von Hewitt

Lleyton Hewitt hat an den Australian Open das letzte Spiel seiner Laufbahn bestritten. Gegen David Ferrer zeigte der Australier nochmals sein grosses Kämpferherz. Keine Blösse gab sich Andy Murray. Hier geht's zum Round-Up.

Die Abschiedsvorstellung

Die Fans in der Rod-Laver-Arena bejubelten jeden seiner Punkte frenetisch, er selbst kämpfte noch einmal um jeden Ball. Am Ende blieb Lleyton Hewitt gegen David Ferrer in der 2. Runde aber erwartungsgemäss chancenlos. Um kurz vor 22:00 Uhr Ortszeit ging die Karriere des Australiers mit einer 2:6, 4:6, 4:6-Niederlage gegen den Spanier definitiv zu Ende.

Schon lange vor dem Turnier hatte «Rusty» angekündigt, dass er nach den Australian Open zurücktreten werde. Hewitt hatte in seiner Laufbahn zwei Grand-Slam-Turniere gewonnen und war während 80 Wochen die Nummer 1 der Weltrangliste. 2001 stieg er als 20-Jähriger erstmals auf den Thron und ist damit noch immer der jüngste Weltranglisten-Erste aller Zeiten.

Entscheidende Punkte bei Murray - Groth

1:08 min, vom 21.1.2016

Die Favoriten

Andy Murray zeigte auch gegen den Australier Sam Groth, der mit 263 km/h den Aufschlagweltrekord hält, eine überragende Leistung. Der Schotte führte nach gut 40 Minuten bereits mit 6:0 und 4:1, ehe er einen kleinen Durchhänger hatte. Groth glich zum 4:4 aus, blieb aber auch in der Folge chancenlos. Nach nur 91 Minuten war Murrays 6:0, 6:4 und 6:1-Sieg perfekt.

Bei den Frauen gab sich Garbine Muguruza (WTA 3) keine Blösse. Die Spanierin schlug Kirsten Flipkens (Be) 6:4 und 6:2.

Die Gesetzten

Mit Mühe, aber ohne Satzverlust haben Milos Raonic und John Isner den Einzug in die 3. Runde geschafft. Brisbane-Sieger Raonic bezwang Tommy Robredo in 175 Minuten mit 7:6 (8:6), 7:6 (7:5) und 7:5. Isner stand 35 Minuten weniger lang auf dem Platz. Der an Nummer 10 gesetzte Amerikaner schlug Marcel Granollers (Sp/ATP 80) mit 6:3, 7:6 (8:6) und 7:6. Der Aufschlagspezialist schlug insgesamt 53 Winner, davon 20 Asse.

Die Bärentöter

Das Märchen der Chinesin Shuai Zhang geht weiter. Nach dem Coup gegen Simona Halep und dem 1. Sieg im 15. Grand-Slam-Match warf sie nun an ihrem 27. Geburtstag auch Alize Cornet aus dem Turnier (6:3, 6:3). Mit ihren Freudentränen nach dem Triumph gegen Halep eroberte Zhang die Herzen der Tennis-Fans im Sturm.

Nadal-Bezwinger Fernando Verdasco musste sich hingegen dem Israeli Dudi Sela geschlagen geben.

Nach den Tränen der nächste Sieg

Die Spätzünderin

Die Deutsche Laura Siegmund (WTA 97) warf die an Nummer 19 gesetzte Jelena Jankovic in 3 Sätzen aus dem Turnier. Die 27-Jährige, die erst zum 3. Mal im Haupttableau eines Grand-Slam-Turniers steht, schaffte erstmals den Einzug in die 3. Runde.

Eine ältere Dame wird nach ihrem Sturz von Sanitätern behandelt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schock im Stadion Eine ältere Dame wird nach ihrem Sturz von Sanitätern behandelt. Keystone

Der Schock

Während des Zweitrundenspiels von Ivanovic und Sevastova kam es zu einem Unfall auf der Tribüne. Eine Zuschauerin stürzte die Treppe hinunter und fiel auf den Kopf. Die Partie wurde in der Folge für über eine halbe Stunde unterbrochen. «Ich habe den Schlag gehört, er war wirklich laut und ich war geschockt. Ich habe gezittert», sagte Ivanovic. Die Verunfallte wurde vor Ort von Sanitätern behandelt.

Die nächste Generation

«Junior-Slam» bei den Frauen? In der oberen Tableauhälfte sind nicht weniger als 10 von 16 Spielerinnen 22-jährig oder jünger. Belinda Bencic (18), Daria Kasatkina (18) und Jelisaweta Kulitschkowa (19) sind noch nicht einmal 20 Jahre jung.

Sendebezug: laufende Australian-Open-Berichterstattung