Round-Up: Wawrinka-Bezwinger Medwedew sorgt für Eklat

Daniil Medwedew verlor in der 2. Runde gegen Ruben Bemelmans das Spiel und die Nerven. Jo-Wilfried Tsonga und Kei Nishikori sind weiter, hatten aber nicht nur mit ihren Gegnern zu kämpfen.

Daniil Medwedew wirft eine Münze vor den Schiedsrichter-Stuhl Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Öffnete das Portemonnaie Daniil Medwedew nach dem Spiel gegen Ruben Bemelmans. Imago

Münzwurf aus Frust: Viel weiter ist der Weg für Stan-Wawrinka-Bezwinger Daniil Medwedew nicht mehr gegangen. Der 21-jährige Russe scheiterte am belgischen Qualifikanten Ruben Bemelmans mit 4:6, 2:6, 6:3, 6:2, 3:6. Nach der Rückkehr in den Match führte Medwedew im entscheidenden Umgang mit 2:0, verlor dann aber wieder die Kontrolle. Über die Partie und über sich selbst. Denn die sichtlich genervte Weltnummer 49 warf nach dem Spiel Münzen vor den Schiedsrichter-Stuhl. Er könne sich seinen Aussetzer nicht erklären, sagte er hinterher. «Es war einfach nur dumm von mir und ist nicht zu entschuldigen.»

Martina Hingis ist der Auftakt in das Wimbledon-Turnier geglückt. Exakt 20 Jahre nach ihrem Wimbledon-Triumph im Einzel gegen Jana Novotna siegte die 36-jährige Rheintalerin zum Auftakt der Doppel-Konkurrenz mit ihrer taiwanesischen Partnerin Chan Yung-Jan gegen ihre Landsfrau Xenia Knoll und Alizé Cornet aus Frankreich 6:0, 6:2.

Im Frauen-Doppel gescheitert ist Viktorija Golubic. Sie unterlag mit ihrer tschechischen Partnerin Kristyna Pliskova in der 1. Runde dem Duo Anna-Lena Grönefeld und Kveta Peschke 4:6, 3:6.

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Insektenplage in Wimbledon – auch Nishikori war betroffen

0:41 min, vom 5.7.2017

Der Ameisenplage getrotzt: Jo-Wilfred Tsonga schaltete in seinem 2. Spiel Simone Bolelli mit 6:1, 7:5, 6:2 aus. Mehr Mühe als mit seinem Gegner bekundete der Franzose allerdings mit den fliegenden Ameisen, die aktuell auf der Anlage die Profis quälen. «Es war kurios. Überall waren diese Viecher. Sie krochen in Ohr und Nase», sagte Tsonga genervt.

Nicht wie Federer: Kei Nishikori vermied ein frühes Out gegen Sergej Stachowski (ATP 122). Der um 113 Plätze besser eingestufte Japaner musste beim 6:4, 6:7, 6:1, 7:6 gegen den Ukrainer aber hart kämpfen. Vor 4 Jahren hatte der Gewinn des 2. Satzes Stachowski regelrecht beflügelt, er schaltete damals völlig unerwartet Roger Federer aus. Heute gab es keine erneute Überraschung.

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Nishikori braucht 3 Anläufe, um sich den Sieg zu sichern

0:36 min, vom 5.7.2017

Wawrinka fiebert vergeblich mit Vekic mit

0:41 min, aus sportflash vom 5.7.2017

Bitteres Ende für die Marathon-Woman: Donna Vekic (WTA 58) musste sich an der «Church Road» in der 2. Runde verabschieden. Die Freundin von Stan Wawrinka wurde von der an Nummer 6 gesetzten Lokalmatadorin Johanna Konta mit 6:7, 6:4, 8:10 niedergerungen. Die Partie dauerte 3:10 Stunden, schon am Montag war Vekic während 135 Minuten gefordert gewesen.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 05.07.2017 14:00 Uhr