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Grand-Slam-Turniere Von Azarenka bis Zurückkommen: Das war Wimbledon 2014

Wimbledon 2014 ist Geschichte. Das Turnier hat nebst einem hochklassigen Männer-Final mit Schweizer Beteiligung auch diverse denkwürdige Augenblicke auf und neben dem Platz geboten. SRF-Kommentator Stefan Bürer blickt zurück.

Roger Federer verabschiedet sich vom Publikum in Wimbledon.
Legende: «Bis in einem Jahr» Roger Federer verabschiedet sich vom Publikum in Wimbledon. EQ Images
  • A wie Azarenka. War die dabei? Ja! Weil sie aber früh verlor, war sie kaum zu hören.
  • B wie Belinda. Ein Jahr nach dem Juniorinnentitel bereits in der 3. Runde bei den Grossen. More to come!
  • C wie Coach. 10 Tage lang DAS Thema im Vereinigten Königreich: Kann/darf/soll eine Frau Andy (Murray) coachen?
  • D wie Djokovic. Stand am Scheideweg, gewann dann aber das wichtigste Match seiner Karriere. Verdientermassen.
  • E wie Elimination. Ein Schicksal, das wie immer vor den Finals 126 Männer und Frauen erlitten. Diesmal auch Prominente wie Serena Williams, Maria Scharapowa, Rafa Nadal und Andy Murray.
  • F wie Federer. Zeigte, dass er noch immer in der Lage ist, Matches für die Geschichte zu spielen.
  • G wie Genie (englisch ausgesprochen). Kurzform von Eugenie. Miss Bouchard stürmte selbstbewusst und ohne Satzverlust in den Final, um dort in 55 Minuten zu verlieren. Sucht noch nach dem Gleichgewicht auf der dünnen Linie zwischen Selbstbewusstsein und Arroganz.
  • H wie Halep. Eliminierte Bencic, scheiterte im Halbfinal. Macht immer mehr mit ihrem Tennis von sich reden. Was gut ist, aber von gewissen Medien grosszügig zugunsten anderer längst vergangener Schlagzeilen übersehen wird.
  • I wie Idioten. So bezeichnen englische Journalisten die Fans, die bei Murray-Matches immer noch «come on, Tim!» rufen.
  • J wie Janowicz. Halbfinalist 2013. Der grosse Aufschläger scheiterte diesmal an... Tommy Robredo. Wie bitte?
  • K wie Kyrgios. Schlug Nadal. Einer für die Zukunft. Ganz Australien hofft. Zurecht.
  • L wie Langeweile. Kommt immer wieder auf, wenn Raonic spielt. Könnte sich ändern, wenn sein Spiel nicht mehr nur ausschliesslich auf dem Aufschlag basiert.
  • M wie Murray. Wirkte (nicht zum ersten Mal) etwas planlos und ging unter gegen Dimitrov. Ganz Britannien fragt sich: kommt da noch was? Und: Kann/darf/soll Amélie Mauresmo Coach bleiben?
  • N wie Nadal. Wird das nochmals was auf Rasen? Nicht sicher.
  • O wie Ojojojojoj! (Über-)strapazierter Kommentatoren-Gefühlsausdruck in den letzten zwei Wochen. Ich arbeite daran.
  • P wie Petra. Kvitova. Siegte bereits zum 2. Mal. Ungleich tieferer Marktwert als Finalgegnerin Bouchard, dafür ungleich höhere Anzahl Winner.
  • Q wie Queen. Kam wieder nicht. Dafür Will und Kate, Pippa und Eugenie (nicht Bouchard, sondern deren Namensgeberin, die Tochter von Andrew und Fergie).
  • R wie Royal Box. Da sass wie immer viel Prominenz. Und am finalen Sonntag auch Ex-Kollege Peter Minder (jetzt Kommunikationschef im Departement von Ueli Maurer). Da hab ich noch ein bisschen Arbeit vor mir.
  • S wie schwanger. Angeblich. Vom Coach. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Who knows? Am ehesten S wie Serena.
  • T wie Trash Talk. Gibt’s im Tennis fast nicht. Raonic’ Aussage zu Federer («Ich spiele gegen einen, der mir im Weg steht bei dem, was ich erreichen will») reicht noch nicht, um diese Kategorie zu eröffnen.
  • U wie USA. Schneiden bei jedem Grand Slam noch ein bisschen schlechter ab. Wimbledon markierte den neuesten Tiefpunkt.
  • V wie Venus. Sorgte gegen Kvitova für das beste Match bei den Frauen. Hätte sie es gewonnen, gäbe es zu «U» vielleicht eine andere Bemerkung.
  • W wie Wawrinka. Hätte er das Niveau, das er gegen Roger im ersten Satz zeigte durchgezogen, wer weiss: Vielleicht würde die Schweiz heute feiern. Leider ging ihm die Energie aus, als hätte jemand einen Stecker gezogen.
  • X wie X-Faktor. Fehlte Djokovic zuletzt in grossen Finals. Dafür holte er Boris ins Boot. Mit Erfolg – wie wir heute wissen.
  • Y wie Yaroslava. Shvedova. Ja, genau. Mehr weiss ich dazu auch nicht zu sagen.
  • Z wie zurück sein. Will Federer in 50 Wochen. In London, SW19. Gut so. Looking forward!
Legende: Video Zusammenfassung Männer-Final in Wimbledon abspielen. Laufzeit 06:14 Minuten.
Aus sportaktuell vom 06.07.2014.

16 Kommentare

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  • Kommentar von René, St.Gallen
    Herr Kurt Tobler.... eine Kopie von Herrn Hans Imhof. Ignoranz....
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  • Kommentar von Kurt Tobler, Dübendorf
    Federer hätte Djokovic besiegen müssen. Jetzt bleibt ein fahler Beigeschmack, dass er gegen die besten Spieler nur noch verlieren kann! Er hat in Wimbledon 2012 diese Machttat an beiden, Djokovic und Murray vollstreckt! Er wäre als grösster Champion vom Platz gegangen. Und jetzt... Er wurde vor allen Leuten von Djokovic gedemütigt!
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  • Kommentar von Kurt Tobler, Dübendorf
    Also gut, nun muss Federer sich am Riemen reissen und jetzt alles geben um zum Schlusspunkt den 18. GS-Titel zu holen und dann als grösster Champion abtreten. Ich will ein überragendes GS-Turnier von im sehen, egal ob US-Open AO oder Wimbledon. Am besten Wimbledon 2015! Dies schuldet er allen Fans!
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    1. Antwort von F. schmid, luzern
      ich glaube nicht, dass federer uns fans irgendetwas schuldig ist. eher sind wir ihm etwas schuldig. er hat uns jahr um jahr als nr. 1 entzückt und spielt auch weiterhin brilliant. jetzt müssen wir, in zeiten, in denen ein paar niederlagen mehr kommen als früher, hinter ihm stehen und nicht ständig zum rücktritt drängen. jetzt ist es an uns, ihm etwas zurückzugeben, dafür dass er uns die besten schweizer sportgeschichten aller zeiten bescherte.
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