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Archiv: Djokovic holt 2020 den Australian-Open-Titel
Aus sportpanorama vom 02.02.2020.
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Vor den Australian Open Des «Djokers» Minenfeld, Nadals Rücken und doppelte Russen-Power

Im Schatten von Corona steht auch hinter der Favoriten-Frage an den Australian Open ein Fragezeichen. Oder?

Die Favoriten

Mit 3 Wochen Verspätung werden in der Nacht auf Montag die Australian Open lanciert. Geht es nach Boris Becker, wird es spannend am Yarra River: «Aufgrund der fehlenden Vorbereitung von allen Spielern sind diese Australian Open vielleicht so offen wie nie zuvor. Alle Favoriten müssen sich in der ersten Woche noch finden. Auch Novak Djokovic (ATP 1) ist keiner, der auf Knopfdruck sein bestes Tennis spielt.»

Novak Djokovic mit Maske
Legende: Heikle Aufgabe für den Topfavoriten Novak Djokovic sieht sich mit einer anspruchsvollen Auslosung konfrontiert. Keystone
  • Apropos Djokovic: Das Vorrunden-Out im ATP Cup ärgerte ihn. Teilweise sicher seinem unbedingten Siegeswillen geschuldet, wohl aber auch, weil er so um weitere Vorbereitungsspiele gebracht wurde. Der serbische Branchenprimus geht dennoch als Topfavorit ins erste Grand-Slam-Turnier des Jahres. Auf dem Weg zum Titel muss Djokovic indes nominell durch ein echtes Minenfeld balancieren. Die Gegner in Woche 2 könnten nach Papierform heissen: Wawrinka oder Raonic, später evtl. Zverev, Thiem und ...
  • Rafael Nadal (ATP 2). Der Spanier strebt seinen 21. Grand-Slam-Titel und damit den alleinigen Rekord an. Ein dickes Fragezeichen steht jedoch hinter seiner körperlichen Verfassung. Wegen Problemen im unteren Rückenbereich verpasste er den ATP Cup.
  • Major-Sieger darf sich seit den US Open 2020 auch Dominic Thiem (ATP 3) nennen. Wenngleich die «Big Three» in New York fehlten, betonte der Österreicher den psychologischen Wert des Titels. Ihm misslang der Start ins Jahr. Erst unterlag er im ATP Cup Matteo Berrettini, dann verlor er auch noch das Doppel.
  • Wiederum stellt sich die Frage: Schlägt in diesem Jahr die «Next Generation» zu? Gibt es nach Thiem auch 2021 einen neuen Grand-Slam-Champion? In Melbourne stehen unter anderem die formstarken Russen Daniil Medwedew (ATP 4) und Andrej Rublew (ATP 8) sowie der Grieche Stefanos Tsitsipas (ATP 6) und der Deutsche Alexander Zverev (ATP 7) im Scheinwerferlicht.

Die Schweizer

  • Eine Corona-Erkrankung um Weihnachten herum störte die Vorbereitung von Stan Wawrinka (ATP 18) empfindlich. Er fühle sich nun aber wieder fit, betonte der Lausanner. An einem Vorbereitungsturnier feierte er zwei knappe Siege, ehe er sich vom Event zurückzog. Die Auslosung meinte es zunächst gut mit «Stan», der in die Tableauhälfte von Djokovic gelost wurde.
  • Henri Laaksonen (ATP 136) trifft zum Auftakt auf den Italiener Salvatore Caruso (ATP 76). Laaksonen kämpfte sich Mitte Januar in Doha erfolgreich durch die Qualifikation und gehört zu den ersten Siegern in diesem Jahr. Selbst bei einer Niederlage in der 1. Runde hat der Schaffhauser knapp 70'000 Franken bereits auf sicher.

Die Abwesenden

Einer der grossen Abwesenden ist Roger Federer. Der Baselbieter hatte gehofft, nach zwei Knieoperationen in Melbourne sein Comeback geben zu können. Das Turnier kommt für ihn aber «ein Spürchen zu früh», wie er gegenüber SRF sagte. Federer kehrt einen Monat später in Doha auf die Tour zurück.

Nicht dabei ist auch Andy Murray. Der Schotte fand nach seinem positiven Corona-Test keine Möglichkeit, unter Einhaltung der 14-tägigen Quarantäne rechtzeitig anzureisen. Auch Jo-Wilfried Tsonga und John Isner fehlen «down under». Bei den Frauen fehlen mit Kiki Bertens (NED) und Madison Keys (USA) die Weltnummern 10 und 16.

Was es sonst noch zu sagen gibt

  • Zuschauer: Im Melbourne Park sollen ab nächster Woche täglich bis zu 30'000 Zuschauer Einlass finden. Angesichts des Corona-Ausbruchs am Donnerstag in Melbourne ein zumindest optimistischer Plan.
  • Wetter: Die Prognosen sind einmal mehr äusserst wechselhaft. Von höchstens 18 Grad zum Auftakt steigt das Quecksilber am Donnerstag auf bis zu 31 Grad. Am Freitag wiederum droht Regen.
  • Erstrunden-Knaller: Zum Auftakt kommt es unter anderem zu folgenden Knallern: Denis Shapovalov - Jannik Sinner, Matteo Berrettini - Kevin Anderson, Grigor Dimitrov - Marin Cilic, Pablo Carreno Busta - Kei Nishikori.
  • Modus: Zur Erinnerung – seit 2019 wird in Melbourne im Entscheidungssatz bei 6:6 Games ein Champions Tiebreak auf 10 Punkte gespielt.

SRF zwei, sportflash, 3.2.2021, 20:00 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Tomislav Maric  (Rick Parfitt)
    Die Ergebnisse der Umfrage sind ein Witz. Der Topfavorit ist da an dritter Stelle. Bereitet schon mal die Taschentücher für den 21.02. und 08.03. vor
  • Kommentar von Henri Duhamel  (Duhamel)
    und der nicht anwesende Federer überstrahlt trotzdem alles...
    1. Antwort von Marlisa Schmid  (Marlisa)
      Man kann es dann auch übertreiben mit der Federer-Manie! Natürlich fehlt Federer an allen Ecken und Enden, und jeder Tennisfan erwartet sehnlichst seine baldige Rückkehr auf den Tennisplatz. Aber als Abwesender kann er nicht alles überstrahlen. Wenn der hellste Stern, die Venus, gerade von einer Wolke verdeckt ist, ist auch Schluss mit Strahlen, und sie wird von anderen Sternen überstrahlt. So einfach ist das!