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Grand-Slam-Turniere Wawrinkas Höhenflug von Nadal gestoppt

Einen Tag nach Roger Federer ist auch Stanislas Wawrinka an den French Open ausgeschieden. Der Romand blieb im Viertelfinal gegen Rafael Nadal ohne Chance und unterlag dem Spanier klar mit 2:6, 3:6, 1:6. Damit kommt es im Halbfinal zum Knüller Nadal gegen Novak Djokovic.

Wawrinka fand gegen Nadal kein Mittel. Nach dem 10. Duell mit dem 7-fachen Paris-Sieger steht Wawrinkas Bilanz nun bei 0:10 Siegen und 0:22 Sätzen. «Er war ganz einfach besser als ich, er ist eben ein 'Monster' auf Sand», meinte Wawrinka nach der klaren Niederlage.

Hohe Fehlerquote bei Wawrinka

Der Schweizer spielte vor allem am Anfang zu fehlerhaft und ermöglichte Nadal einfache Breaks zum 1:0 und 4:1 mit Bällen ins Aus. Nach dem 1. Satz standen bei Wawrinka bereits 16 «unforced errors» zu Buche.

Aber auch Nadal spielte nicht fehlerfrei. Doch wenn die Weltnummer 4 einmal nachliess, vermochte Wawrinka daraus keinen Profit zu schlagen. Und als dem Romand dann endlich einmal ein Break gelang, im 2. Satz zum 3:3, folgte sogleich Nadals Antwort in Form eines Re-Breaks. So gingen die ersten beiden Durchgänge klar mit 6:2 und 6:3 an den Spanier.

«Ich habe es versucht, probierte Lösungen zu finden. Aber Nadal ist auf Sand und bei diesen Bedingungen sehr stark», analysierte Wawrinka seinen Match.

Nadal hochüberlegen im 3. Satz

Zu Beginn des 3. Satzes erhielt Wawrinka beim 1. Aufschlagspiel Nadals gleich die Chance zum Servicedurchbruch. Doch einmal mehr verteidigte der Linkshänder seinen Aufschlag und realisierte seinerseits in der Folge mit einem sensationellen Vorhand-Winner gleich das Break zur 2:0-Führung.

Danach schien Wawrinka den Glauben an den Halbfinal-Einzug aufgegeben zu haben. Nadal legte ein weiteres Break zum 4:0 nach und schlug wenig später zum Matchgewinn auf. Nach knapp zwei Stunden beendete der Spanier Wawrinkas Paris-Abenteuer mit dem 6:1.

Damit kommt es am Freitag im Halbfinal zum Duell Nadal gegen Novak Djokovic. Der Serbe setzte sich gegen Tommy Haas mit 6:3, 7:6, 7:5 durch.

Nächste Station London

Wawrinka dagegen wird nun seine Rasen-Saison beginnen und in den kommenden Tagen nach London reisen: «Ich kann viel Positives aus Paris mitnehmen. Heute war es zwar nicht so toll, aber insgesamt war es ein gutes Turnier für mich. Es hat mir gezeigt, in welche Richtung ich mich noch entwickeln muss. Deshalb trainiere ich Tag für Tag – damit ich einen Spieler wie Nadal eines Tages auf Sand besiegen kann.»

17 Kommentare

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  • Kommentar von jean passant, thun
    Nadal wirkt auf mich stets gekünstelt und unecht. 7 Monate Rekonveszenz und dann diese Dominanz und Power. Das wirkt ähnlich wie die Leistungsexplosion von Wiggins im letzten Jahr, jetzt hat auch er angeblich Knieprobleme. Interessanterweise kommt Tsongas Leistungssteigerung angeblich nach einer Diätumstellung, fragt sich nur was er jetzt genau zu sich nimmt. Man wird auch Murray nach seiner "Verletzungspause" in Wimbeldon wie ausgegetauscht erleben. Es braucht echte Kontrollen!
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    1. Antwort von D. Flückiger, Zürich
      Pappnase
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    2. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Sie schlagen Federer ja andernorts vor, sich vor Wimbledon verletzungsbedingt zurückzuziehen. Sie denken dabei aber hoffentlich nicht an eine solche "Behandlung" ;) Ja, stimmt, Nadal zieht vor jedem Aufschlag seine rechte Augenbraue so gekünstelt hoch, nervt wirklich. ;) PS: Gratuliere, Sie schaffen es immer wieder, ein ganzes Heer von Kommentatoren auf sich zu ziehen.
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  • Kommentar von D. Flückiger, Zürich
    Hammer Leistung von Rafa! Da hatte Stan keine Chance! Schade! Aber ich bin sehr positiv gestimmt, mit dieser Tunierleistung hat Stan noch gute Jahre vor sich! Es wäre Super für sein Selbstvertrauen, wenn er einer der Big-4 schlagen könnte!
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    1. Antwort von Karl Neuhaus, Wohlen
      Diese guten Jahre sollte er besser abseits des Tennisplatzes verbringen. Vorschlag mit Federer in Rente gehen.
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    2. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Genau, vielleicht wohlt es dem freien Mann, wenn er sich auch ein neues Haus einrichtet. ;)
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  • Kommentar von Susanna Wolf, Gonten
    Tatsächlich schade für Stan, aber Rafa war einfach wieder eine Klasse für sich. Nichtsdestotrotz hat Stan ein gutes Turnier gespielt! Wer weniger gut abschneidet, sind Mr Chatterley & the Gossip Guy: ich habe das Moderatorenteam Bürer/Günthardt mal richtig gut - professionell und unterhaltend - gefunden. Leider sind diese guten Zeiten vorbei. Mein Tipp: etwas weniger 'Gschnurr' wäre definitiv mehr.
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