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Tennis allgemein Wawrinka 2014: Der Durchbruch des grossen Kämpfers

2014 war das grosse Jahr von Stan Wawrinka. Der Romand begann es mit dem sensationellen Triumph bei den Australian Open und beendete es mit dem Gewinn des Davis Cup. Es war der späte Durchbruch eines grossen Kämpfers.

Im indischen Chennai spielte sich Wawrinka für seine grosse Saison warm. Der Schweizer feierte beim 250er-Event seinen fünften Turniersieg auf ATP-Stufe und meldete damit auch im Hinblick auf die Australian Open seine Ambitionen an.

Drei Turniersiege in erster Saisonhälfte

Was «Down Under» folgte, hätte aber kaum jemand zu träumen gewagt: Wawrinka rang im Viertelfinal Novak Djokovic nieder und bezwang im Final Rafael Nadal. Der Romand, dessen Talent und Leidensfähigkeit nie zur Diskussion gestanden hatten, trat den Beweis an, auch über die mentale Stärke zu verfügen, die Grossen des Welttennis nicht nur fordern, sondern bezwingen zu können. Zuvor hatte Wawrinka 14 Mal in Serie gegen Djokovic, 12 Mal gegen Nadal verloren.

Wawrinka setzte seinen Höhenflug in Monte Carlo fort, wo er auf Sand sein erstes 1000er-Turnier gewinnen konnte.

Auf Baisse folgt Davis-Cup-Triumph

Es folgte eine Baisse: Erstrunden-Out bei den French Open, Niederlagen in den Viertelfinals von Wimbledon und den US Open. Wawrinka scheiterte im Herbst in Tokio, Schanghai und Basel in der ersten Runde. Bei den World Tour Finals gelang Wawrinka die Trendwende: Er besiegte Tomas Berdych sowie Marin Cilic und scheiterte erst in einem dramatischen Halbfinal an Federer.

Als es nur Tage später im umgebauten Fussballstadion von Lille um den Sieg im Davis Cup ging, der Wawrinka soviel bedeutet, war er bereit. Der Romand fertigte zum Auftakt Jo-Wilfried Tsonga ab und pushte sich und den angeschlagenen Federer auch im Doppel zum richtungsweisenden Sieg. Mit dem Gewinn des Davis Cup endete das Jahr für Wawrinka, wie es begonnen hatte: mit einem Exploit, einem erfüllten Traum.

Wawrinkas Abschneiden bei den wichtigsten Turnieren

TurnierAbschneidenGegner und Resultat
Australian OpenSiegRafael Nadal 6:3 6:2 3:6 6:3
Indian WellsAchtelfinalKevin Anderson 6:7 (1:7) 6:4 1:6
MiamiAchtelfinalAlexandr Dolgopolow 4:6 6:3 1:6
Monte CarloSiegRoger Federer 4:6 7:6 (7:5) 6:2
Madrid2. RundeDominic Thiem 6:1 2:6 4:6
RomAchtelfinalTommy Haas 7:5 2:6 3:6
French Open1. RundeGuillermo Garcia-Lopez 4:6 7:5 2:6 0:6
WimbledonViertelfinalRoger Federer 6:3 6:7 (5:7) 4:6 4:6
TorontoViertelfinalKevin Anderson 6:7 (6:8) 5:7
CincinnatiViertelfinalJulien Benneteau 6:1 1:6 2:6
US OpenViertelfinalKei Nishikori 6:3 5:7 6:7 (7:9) 7:6 (7:5) 4:6
Schanghai2. RundeGilles Simon 7:5 5:7 4:6
ParisAchtelfinalsKevin Anderson 7:6 (7:2) 5:7 6:7 (7:3)
World Tour FinalsHalbfinalRoger Federer 6:4 5:7 6:7 (6:8)

Sendebezug: SRF 1, «sportaktuell», 20.12.14 23:05 Uhr

Video
Vorschau auf «The Match for Africa 2»
Aus sportaktuell vom 20.12.2014.
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7 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Imhof , Bern
    Ich bin GANZ anderer Meinung! Wawrinka hat den Durchbruch NICHT Geschäft! Er ist KEIN Top-Spieler! GS-Sieg Australien open NUR gegen einen angeschlagenen NADAL! NADAL war KLAR angeschlagen! Das konnte JEDER sehen!
    1. Antwort von JoJo , SO
      zuvor hatte er ja auch NUR den amtierenden titelhalter djokovic episch niedergrungen und in einen in topform agierenden berdych in drei sätzen nach hause geschickt. hätte besser sein können.... ;-)
    2. Antwort von Hans Imhof , Bern
      JoJo Was am Ende zählt sind nur Turnier und GS-Siege! Aber GS-Siege auf Augenhöhe und nicht gegen angeschlagene Spieler!
    3. Antwort von Philipp K , St. Gallen
      Dann zählt also Nadals Sieg 2008 in Wimbledon auch nicht; gut zu wissen
    4. Antwort von Fcz Südkurve , Luzern
      Lieber Herr Imhof Was erhoffen sie sich dann von der kleinen schweiz im tenniszirkus?? Sie haben bei beiden Artikeln (bei stan &bei roger) kommentiert das sie ganz anderer meinung sind!?!?! Wir haben 2 Topstars auf welche wir stolz sein können bzw. Müssen!! Ohne sie hätten wir keinen daviscup sieg ohne sie hätten wir KEIN einziger GS gewonnen!! Ich bin stolz auf sie weiter so 2015 wird ein Legänderes Tennisjahr!!! Fedrinka♥♥!
    5. Antwort von Stefan Eisbein , Luzern
      Ein fitter Nadal wurde im ersten Satz von Stan an die Wand gespielt, um nicht zu sagen vorgeführt. Paradoxerweise hatte er erst eine Chance, als Stan ob der Verletzung aus dem Konzept geriet. Ansonsten hätte er glatt in drei Sätzen verloren. Er hatte Stan in diesem Spiel nichts entgegen zu setzen.
    6. Antwort von samuel , muotathal
      Oh man diese diskusion geht mir langsam auf die nerven, gewonnen ist gewonnenob der gegner kern gesund ist oder mit gebrochenen Bein herumhupelt