Wie funktioniert eigentlich dieser Hopman Cup?

Am Montag startet Roger Federer erstmals seit 2002 beim Hopman Cup in die neue Saison (10:20 Uhr, SRF zwei live). Doch was steckt eigentlich hinter diesem Showturnier? Wir klären auf.

Roger Federer. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Erstmals seit 2002 am Hopman Cup dabei Roger Federer. Getty Images

Der Modus

Gespielt wird in zwei Vierergruppen. Jedes Team spielt einmal gegen die drei anderen Duos aus der gleichen Gruppe. Dabei werden jeweils ein Männereinzel, ein Fraueneinzel und ein Mixed-Doppel ausgetragen. Die beiden Gruppenersten ermitteln im Final den Turniersieger.

Im Mixed-Doppel werden erstmals die Regeln des «Fast4Tennis»-Formats angewandt (mehr dazu in der Tabelle am Ende des Artikels).

Die Teilnehmer

Gruppe A: Schweiz (Bencic/Federer), Frankreich (Mladenovic/Gasquet), Deutschland (Petkovic/Zverev), Grossbritannien (Watson/Evans)

Gruppe B: Australien (Gavrilova/Kyrgios), Tschechien (Hradecka/Pavlasek), Spanien (Arruabarrena/Lopez), USA (Vandeweghe/Sock)

Lucy Hopman 2001 mit Roger Federer und Martina Hingis. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eine treue Seele Lucy Hopman 2001 mit Roger Federer und Martina Hingis. Getty Images

Der Spielplan

Das Showturnier, bei dem keine WTA- respektive ATP-Punkte vergeben werden, findet vom 1. bis 7. Januar statt. Roger Federer und Belinda Bencic werden am Dienstag, 2. Januar, erstmals ins Geschehen eingreifen. SRF zwei überträgt die Begegnung gegen Grossbritannien ab 10:30 Uhr live.

Die Geschichte

Den Hopman Cup gibt es bereits seit 1989. Namensgeber ist der australische Tennisspieler Harry Hopman, zu dessen Ehren das Showturnier ins Leben gerufen wurde. Hopman verstarb 1985. Seine Witwe Lucy Hopman besuchte den Event bis 2014 jedes Jahr. 2015 war die damals 94-Jährige gesundheitlich nicht mehr in der Lage, von ihrem Wohnsitz in den USA nach Perth zu reisen.

Der Rekordsieger

Die USA haben den Hopman Cup bereits 6 Mal gewonnen und damit so oft wie keine andere Nation. Die Schweiz war bislang 4 Mal dabei. Manuela Maleeva-Fragnière und Jakob Hlasek holten den Titel 1992, Martina Hingis und Roger Federer 2001.

Hier geht's zu den Schweizer (Miss-)Erfolgen beim Hopman Cup.

Die Regeln beim «Fast4Tennis»

Verkürzte Sätze: Sätze führen nur noch über vier Game-Gewinne (statt 6).
Verkürztes Tiebreak: Beim Stand von 3:3 kommt es zu einem verkürzten Tiebreak auf 5 Punkte.
Kein «Vorteil» mehr:
Beim Stand von 40:40 gibt es keinen «Umweg» über Vorteil. Stattdessen
holt derjenige das Game, der den nächsten Punkt («Power-Point»)
macht.
Kein «let» mehr: Aufschläge, die via Netzkante im richtigen Feld landen, werden nicht mehr wiederholt.

Sendebezug: Radio SRF 3, Morgengespräch, 30.12.16, 6:40 Uhr