Bencic wirft Publikumsliebling aus dem Turnier

Belinda Bencic hat die heikle Auftakthürde beim WTA-Turnier in Toronto gemeistert. Die Schweizerin setzte sich gegen Lokalmatadorin und Publikumsliebling Eugenie Bouchard (WTA 25) mit 6:0, 5:7 und 6:2 durch.

Tenisspielerin spielt Rückhand. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Nerven behalten Belinda Bencic ist in Toronto eine Runde weiter. Keystone

Es war Belinda Bencics erste Partie auf der WTA-Tour als Top-20-Spielerin. Die 18-jährige Ostschweizerin musste in Toronto zum Auftakt ausgerechnet gegen die 3 Jahre ältere Eugenie Bouchard ran. Doch Bencic meisterte die heikle Aufgabe gegen die Kanadierin mehr oder weniger souverän.

Matchball vergeben

Denn die Partie hätte bedeutend früher als nach genau 2 Stunden und 3 Sätzen zu Ende sein können. Doch als Bencic im 2. Satz beim Stand von 5:4 Matchball hatte, flatterten die Nerven. Bouchard holte sich den Umgang mit 7:5 und erzwang mit dem Publikum im Rücken den Entscheidungssatz.

Aber die Kanadierin konnte den Schwung nicht mitnehmen. Mit 2 weiteren Breaks holte sich Bencic den 3. Durchgang mit 6:2 und besiegelte Bouchards 9. (!) Auftaktniederlage in diesem Jahr.

Demonstration im 1. Satz

Der 1. Umgang war eine einzige Demonstration der Schweizerin gewesen. Nach nur 23 Minuten war der Satz gegen eine völlig verunsicherte Bouchard, die seit den French Open nur einen Sieg feiern konnte, mit 6:0 im Trockenen.

Im 2. Umgang erwischte Bencic allerdings einen Kaltstart und lag schnell mit Break 0:3 in Rückstand. Grund genug, um ihren Vater und Coach auf den Platz zu holen (im Frauentennis ist aktives Coaching einmal pro Spiel erlaubt) und um Rat zu fragen.

Die Worte des Vaters wirkten - zunächst...

Die innerfamiliäre Aussprache zeigte Wirkung – vorerst: Bencic fing sich wieder, holte 5 Games in Folge und führte die vermeintliche Vorentscheidung herbei, ehe Bouchard zum Zwischenspurt ansetzte. Bencic trifft in der 2. Runde auf Caroline Wozniacki (Dä), die in der 1. Runde ein Freilos genoss.

Sendebezug: Radio SRF 1, Nachmittagsbulletin, 08.08.2015