Rumänische Festspiele beim «Heimturnier» in Madrid

4 der 8 Viertelfinalistinnen beim WTA-Turnier in Madrid kommen aus Rumänien. Das freut den rumänischen Turnierbesitzer Ion Tiriac ganz besonders.

Simona Halep schlägt einen Ball Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit Entschlossenheit Simona Halep und Co. sorgen für einen rumänischen Höhenflug in Madrid. Reuters

Ein rumänisches Quartett im Viertelfinal von Madrid? «Es scheint, als ob das ‹Bukarest Open› dieses Jahr ein paar Monate früher stattfindet», schrieb die WTA auf ihrer Homepage.

Simona Halep (WTA 7), Irina Begu (WTA 34), Sorana Cirstea (WTA 127) und Patricia Tig (WTA 134) sorgen aber nicht nur für Festspiele in Blau-Gelb-Rot, sondern lassen auch das Herz von Turnierbesitzer Ion Tiriac höher schlagen. Dem ehemaligen rumänischen Tennisprofi und Multimillionär gehört seit 2009 der Anlass in der spanischen Hauptstadt.

«  Bei uns gibt es keine systematische Förderung. Jede musste ihren eigenen Weg finden. »

Sorana Cirstea

Halep lässt Bacsinszky keine Chance

0:46 min, vom 4.5.2016

Obwohl Halep in diesem Jahr noch nicht richtig auf Touren gekommen ist, stellt ihr Viertelfinal-Einzug die kleinste Überraschung dar. Die Madrid-Finalistin von 2014 trifft im rumänischen Duell nun auf Begu. «Ja, es ist ein rumänisches Turnier», lachte Halep nach ihrem Sieg gegen Timea Bacsinszky im Achtelfinal, «ich fühle mich hier wie zu Hause.»

Faustdicke Überraschungen sind hingegen die Exploits von Cirstea und Tig. Während sich letztere über die Qualifikation ins Haupttableau spielte, erhielt Cirstea eine Wildcard. «Es ist eindrücklich für ein Land wie Rumänien, dass nun 4 Spielerinnen im Viertelfinal sind. Jeder weiss, dass es bei uns keine systematische Förderung gibt. Jede musste ihren eigenen Weg finden. Nun sind wir eine der stärksten Tennis-Nationen», sagte die 26-jährige Cirstea.

«  Manchmal zahlt sich harte Arbeit aus. »

Patricia Tig

Die 21-jährige Tig konnte ihr Glück nach Siegen über Nicole Gibbs und Maria Sakkari in der Quali und Daria Kasatkina, Sloane Stephens sowie Madison Keys im Hauptfeld kaum fassen: «Ich bin unglaublich glücklich. Ich hätte das nie erwartet. Manchmal zahlt sich harte Arbeit aus.»

Während Tig nun auf die Australierin Sam Stosur (WTA 23) trifft, misst sich Cirstea mit der Slowakin Dominika Cibulkova (WTA 38). Mindestens eine Rumänin wird den Sprung in die Halbfinals schaffen. Gut möglich, dass es auch 3 sind, wenn die Südosteuropäerinnen so weiterspielen.

Sendebezug: SRF zwei, «sportlive», 04.05.2016, 20:00 Uhr.