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WTA-Tour Schwachsinniger Modus? In nur 3 Spielen zum Titel

Mit nur gerade 3 Siegen zum prestigeträchtigen «WM-Titel»? Der Modus bei der Doppel-Konkurrenz in Singapur macht es möglich. Das wirft Fragen auf.

Martina Hingis und Sania Mirza.
Legende: Die Titelverteidigerinnen in Singapur Martina Hingis und Sania Mirza. Getty Images

Mit dem Format der Einzel-Konkurrenzen bei den WTA resp. ATP Finals ist der Tennisfan mittlerweile vertraut: Es wird in zwei Vierergruppen gespielt, die Gruppenersten und -zweiten qualifizieren sich für die Halbfinals.

Munteres Hin und Her

Während dieser Modus bei den ATP Finals auch im Doppel seit Jahren angewendet wird, kann bei den Frauen von Konstanz keine Rede sein. Dies zeigt ein Blick auf die Formate der letzten Jahre:

  • 2001/2002: K.o.-Modus mit 8 Teams
  • 2003-2009: K.o.-Modus mit 4 Teams
  • 2010-2014: K.o.-Modus mit 8 Teams
  • 2015: Gruppenmodus mit 8 Teams

In diesem Jahr wird nun wieder im K.o.-Modus mit 8 Teams gespielt. Heisst konkret: Es beginnt bei den Viertelfinals, mit nur 3 Erfolgen darf man sich Siegerin der WTA Finals nennen.

Die Frage drängt sich auf: Wird dieses Format dem Stellenwert des Turniers, an dem sich bekanntlich die besten Spielerinnen der Saison messen, überhaupt gerecht? Zum Vergleich: Für einen Grand-Slam-Titel im Doppel müssen 6, also die doppelte Anzahl Siege her.

Unverständnis bei tschechischem Coach

Jiri Fencl, Coach der tschechischen Doppelspezialistin Lucie Hradecka, hat für die erneute Veränderung kein Verständnis.

«Es ist mir klar, dass das Doppel nicht das wichtigste Produkt bei diesem Anlass ist», erklärt Fencl auf Anfrage von SRF Sport, «doch das Format wird diesem Turnier nicht gerecht. Die Spielerinnen geben ein Jahr lang alles, um sich zu qualifizieren, reisen dann nach Singapur und sind unter Umständen nach einem Spiel bereits draussen.»

Was konkret würde Fencl ändern? «Ich würde in zwei Vierergruppen spielen lassen und die Gruppensieger tragen anschliessend den Final aus», schlägt der Tscheche vor. Bleibt abzuwarten, ob die WTA für solche Vorschläge offen ist.

Sendebezug: Radio SRF 3, Bulletin von 16:00 Uhr, 28.10.2016

Legende: Video Gelungener Auftakt für Hingis/Mirza in Singapur abspielen. Laufzeit 0:55 Minuten.
Vom 28.10.2016.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Chasper Stupan (kritischabündner)
    Schwachsinnig ist einzig diese Frage! Der KO-Modus ist der übliche Modus in den meisten Sportarten, auch beim Tennis an den meisten Turnieren. Der Modus mit Gruppenphase hat oft rein kommerzielle statt sportliche Gründe. Dann gibt's noch die Option mit doppeltem KO (z.B. Beachvolley). Letztlich ist die entscheidende Frage ob man Konstanz auszeichnen will (Liga, ganze Saison) oder die Fähigkeit Direktduelle zu gewinnen (Cup, Playoffs, WM). So gesehen ist der KO-Modus absolut logisch.
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  • Kommentar von Paul Soltermann (ps)
    Wieso schwachsinnig? Weniger Arbeit bei gleichem Lohn ist doch gut!
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  • Kommentar von Hans Fürer (Hans F.)
    Obwohl sich die Medien vor Jubel beinahe überschlagen, wenn Hingis mit einer Partnerin wieder einmal gewonnen hat - ein Sieg nach derart wenigen Spielen und erst noch schwacher Konkurrenz ist im Grunde genommen wertlos. Eine ansehnliche Mindestbeteiligung sollte selbstverständlich sein, oder dann lässt man es besser bleiben.
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    1. Antwort von Giovanni Rana (G.R)
      Wem kümmert das noch in ein paar wochen? Doppel interessiert ja kaum jemand!!
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    2. Antwort von Suat Ulusoy (SuatU)
      Also schwach ist die Konkurrenz im Doppel keineswegs. Die besten Teams sind geschlossen am Start. Schwach ist die Konkurrenz in diesem Jahr im Einzel nach den Ausfällen von Serena, Sharapova und Azarenka (aus den unterschiedlichsten Gründen). Die Chance das Doppel-Turnier zu gewinnen ist genau gleich gross, ob nun 8 Teams in zwei 4-er Gruppen spielen oder direkt im K.O.-System. Mir persönlich gefällt Round-Robin besser, da es eine Abwechslung zum Tour-Alltag darstellt.
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