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WTA-Tour Williams: «Scharapowa hat Mut bewiesen»

Nach dem Doping-Geständnis von Maria Scharapowa hat nun auch die Weltnummer 1 Serena Williams Stellung genommen.

Legende: Video Williams über Scharapowas Doping-Geständnis (SNTV, engl.) abspielen. Laufzeit 1:13 Minuten.
Vom 08.03.2016.

Anlässlich eines Showkampfs in New York äusserte sich Serena Williams zum Fall Scharapowa. Die Amerikanerin sagte, dass die Russin mit ihrem Geständnis «viel Mut bewiesen» habe. «Den hat sie schon immer gezeigt, und in diesem Fall ist es nicht anders», so Williams.

Als Athleten müssen wir immer sichergehen, dass wir nichts nehmen, das uns in eine solche Situation bringen könnte.
Autor: Caroline Wozniacki

«Die meisten Leute waren aufgrund der Nachricht sicherlich geschockt.» Scharapowas «Aufrichtigkeit» sei aber lobenswert, «sie steht zu dem, was sie getan hat, und zu ihrer Nachlässigkeit».

Caroline Wozniacki hingegen zeigte weniger Verständnis. «Wenn wir Medikamente nehmen, checken wir das immer doppelt, dreifach, vierfach. Manchmal sind sogar Halsbonbons oder Nasensprays auf der Liste. Als Athleten müssen wir immer sichergehen, dass wir nichts nehmen, das uns in eine solche Situation bringen könnte», sagte die Dänin.

Bitterböse Schlagzeilen

Die Medien liessen ebenfalls kein gutes Haar an Scharapowa. «Shazzas Dopingschande. Scharapowas Tennis-Karriere liegt in Trümmern», titelte The Sun, Daily Mail schrieb: «Sharap-over für Mary.» Die Metro wandelte den Nachnamen um in «Sharadopa».

Berühmteste Dopingfälle im Tennis

Spieler
Substanz
Strafmass
Maria Scharapowa (Russ)
Meldoniumnoch unbekannt
Martina Hingis (Sz)
Kokain2 Jahre
Marin Cilic (Kro)
Nikethamid9 Monate
Mariano Puerta (Arg)
Clenbuterol9 Monate
Guillermo Coria (Arg)
Nandrolon7 Monate
Mats Wilander (Sd)
Kokain
3 Monate
Richard Gasquet (Fr)
Kokain2,5 Monate
Legende: Video Das Statement von Maria Scharapowa abspielen. Laufzeit 2:51 Minuten.
Vom 07.03.2016.

Sendebezug: 10vor10, SRF 1, 07.03.2016 21:50 Uhr.

10 Fälle 2016

Nach Scharapowa sind auch Eisschnelllauf-Weltmeister Kulischnikow, Shorttrack-Staffelolympiasieger Jelistratowund und Volleyball-Nationalspieler Markin positiv auf Meldonium getestet worden. Davor waren auch Worganow (Radsport) und Bobrowa (Eiskunstlauf) sowie die ukrainischen Biathleten Abramowa und Tyschtschenko und zwei Ringer erwischt worden.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Max Blatter, 5620 Bremgarten
    Wenn Caroline Wozniacki sagt, dass "manchmal ... sogar Halsbonbons oder Nasensprays auf der Liste" seien, macht mich das schon nachdenklich. Gut, Wozniacki scheint das (in einer Weise, die auf mich schon fast abstossend unkritisch wirkt) einfach zu akzeptieren. Ich frage mich aber schon, ob die Anti-Doping-Agenturen, so blind sie einerseits machmal erscheinen, in anderer Hinsicht nicht auch weit übers Ziel hinaus schiessen und fiese Fallen schaffen, in die dann gerade die Ehrlichen treten?
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  • Kommentar von Max Blatter, 5620 Bremgarten
    Bravo, Serina Williams! Wer Sharapova verurteilt, muss sich von mir die Frage gefallen lassen: Haben Sie noch nie einen Kaffee getrunken, um im Beruf leistungsfähiger zu sein? Denn, wie wir lesen, war das Mittel Mela... (wie immer es heisst) noch vor weniger als drei Monaten so legal wie Kaffee.
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  • Kommentar von Hans R. Nussbaumer, Bridesville, BC Canada
    Mutig wäre es gewesen, hätte die gute Frau Scharapowa es zugegeben bevor sie den Brief erhalten hat - aber klar, vorher wusste sie ja gar nicht, dass sie was unerlaubtes getan hat, man musste sie erst darauf aufmerksam machen, damit sie dann Mut beweisen kann.
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