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Dreifache Qualifikation Schweizer Kunstturner: «All in» für Tokio

Der Teamfinal ist das grosse Ziel des Schweizer Kunstturn-Quartetts. Was Ambitionen im Einzel nicht ausschliesst.

Die Qualifikation der Kunstturner am Samstag hat es in sich: Pablo Brägger, Eddy Yusof, Christian Baumann und Teamcaptain Benjamin Gischard turnen nicht nur um Plätze im Mehrkampf-Final und in den Gerätefinals, sondern auch um den Einzug in den Teamfinal der Top-8-Nationen.

Vor fünf Jahren in Rio hatten die Schweizer als 9. die Qualifikation knapp verpasst. Heuer ist der Optimismus gross: «Das Potenzial ist da, es ist ein sehr realistisches Ziel», sagt Baumann. Für das STV-Quartett spricht die Erfahrung – alle vier Turner waren bereits in Brasilien dabei.

Bräggers krönender Abschluss?

Für Brägger ist es der letzte Grossanlass seiner Karriere. Der 28-jährige Ostschweizer strebt einen Platz im Mehrkampf-Final an, für den sich nur zwei Turner pro Nation qualifizieren können. «Auch ein Gerätefinal wäre extrem schön, ob am Reck oder am Barren», so der Reck-Europameister von 2017.

Das sagen die vier Schweizer Vertreter weiter:

  • Benjamin Gischard: «Jeder soll sich auf seine Übung konzentrieren, aber auch die anderen unterstützen, dann kommt's gut. Wir konnten die Reihenfolge wählen und könnten gegen Schluss taktische Anpassungen vornehmen. Unser Motto ist aber eigentlich: ‹All in for Tokyo›.»
  • Pablo Brägger: «Wir haben eine Superstimmung im Team. Ich darf mir nicht zuviel Druck machen und zu weit vorausdenken, sondern ich versuche, meinen letzten grossen Anlass zu geniessen. Ich habe ein Jahr angehängt und meine Pläne dauernd angepasst. Aber für mich stimmte es. Ich fühle mich in Form, auch wenn ich im Podiums-Training etliche Fehler begangen habe.»
  • Eddy Yusof: «Die letzten Wochen waren sehr hart. Letzte Woche zog ich mir noch eine kleine Zerrung im Bauchbereich zu. Sie ist glücklicherweise rasch verheilt. Beim Podiums-Training spürte ich sie kaum noch. Es lief optimal und ich bin persönlich sehr zuversichtlich.»
  • Christian Baumann: «Wir konnten uns im Podiums-Training an die Geräte gewöhnen. Ich will an meinem Paradegerät Barren eine saubere Übung zeigen. Es wäre schön, wenn es für den Final reicht. Für die Teamqualifikation haben wir nach den letzten, gut verlaufenen Trainings und Wettkämpfen ein gutes Gefühl.»

SRF zwei, sportflash, 22.7.21, 20:00 Uhr;

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