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Der Fall Timanowskaja
Aus Tokyo konpakuto vom 02.08.2021.
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Nach Nacht im Hotel Timanowskaja offenbar in Polens Botschaft in Tokio eingetroffen

Kristina Timanowskaja möchte in Polen Asyl beantragen. Ihr Heimatland Belarus will die Sprinterin nach Hause holen.

Die belarussische Sprinterin Kristina Timanowskaja ist nach ihrem Hilferuf am Sonntagabend offenbar am Montag in der polnischen Botschaft in Tokio eingetroffen und hat um Asyl gebeten. Verschiedenen Medienberichten zufolge soll sie bereits am Mittwoch nach Warschau fliegen. Zuvor hat sie die Nacht in einem Hotel am Tokioter Flughafen Haneda verbracht.

IOC-Sprecher Mark Adams bestätigte, Timanowskaja sei «sicher». Am Montagmorgen habe das Internationale Olympische Komitee erneut Kontakt zu ihr gehabt und das belarussische NOK aufgefordert, schriftlich zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen. Nach Adams' Angaben seien Offizielle der UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR in den Fall involviert. Weitere Details nannte er nicht.

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Timanowskaja: «Sie wollen mich gegen meinen Willen aus Japan schaffen»
Aus Tokyo 2020 Clips vom 02.08.2021.
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Am Flughafen Polizei-Schutz gefunden

Timanowskaja hatte am Sonntagabend über die sozialen Medien die Angst geäussert, gegen ihren Willen zurück nach Belarus gebracht zu werden und das IOC um Hilfe gebeten. Am Flughafen fand sie Schutz bei der Polizei, die sich laut Adams mit «anderen Organisationen» weiter um sie kümmert. Um welche japanischen Behörden es sich dabei handelt, sagte Adams nicht. IOC-Direktor James MacLeod, zuständig für die Beziehungen zu den Nationalen Olympischen Komitees, habe am Abend und am Morgen mit Timanowskaja gesprochen.

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Die neusten Entwicklungen im «Fall Timanowskaja»
Aus Tagesschau vom 02.08.2021.
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Ein Video als Auslöser?

Auslöser der Affäre war offenbar ein mittlerweile gelöschtes Video, das Timanowskaja bei Instagram gepostet hatte. Darin kritisierte sie den belarussischen Leichtathletikverband. Timanowskaja gab an, sie sei gezwungen worden, am 4x400-Rennen teilzunehmen, weil der Verband nicht die Anzahl ausreichender Dopingkontrollen für die Athletinnen gewährleistet habe, die für die Staffel vorgesehen waren.

Am Montagvormittag stand die Sprinterin ursprünglich in der Startliste über 200 m. Das belarussische NOK erklärte öffentlich, dass Timanowskaja «aufgrund ihres emotionalen und psychologischen Zustands» nicht mehr an den Spielen teilnehmen könne.

Audio
Kontroverse um belarussische Sprinterin (SRF 4 News)
00:49 min
abspielen. Laufzeit 00:49 Minuten.

SRF info, 01.08.2021, 17:00 Uhr;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
    Wäre schön, wenn die restliche belarussische Delegation es ihr gleichtun würde.
  • Kommentar von Roland Risch  (Roriho)
    Herzliches Dankeschön an Polen und Japan!
  • Kommentar von Markus Gasser  (Markus Gasser)
    Timanowskaia muss aufpassen, dass sie beim Rückflug nach Polen nicht über Bielorussland fliegt - die Jagdflugzeuge Lukaschenkos sind vielleicht schon startbereit.