Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Von Genoni inspiriert Fechter Heinzer: Mit Puck-Training zur Team-Medaille?

Die NHL hat Max Heinzer schon beeindruckt, am Freitag will er im Team-Wettbewerb endlich seine erste Medaille an Olympischen Spielen gewinnen.

Fechter kämpfen
Legende: Jubelt er am Freitag mit dem Team? Max Heinzer nach dem Sieg im Sechzehntelfinal gegen den Ukrainer Roman Switschkar. Keystone

17 WM- und EM-Medaillen im Einzel und mit dem Team, ebenso viele Weltcup-Siege – die Bilanz von Degenfechter Max Heinzer ist eindrücklich. An Olympischen Spielen blieb dem 33-jährigen Schwyzer ein Podestplatz dagegen bisher verwehrt. Sowohl 2012 in London als auch 2016 in Rio de Janeiro.

In Tokio bedeutete am vergangenen Sonntag der Achtelfinal Endstation im Einzel. Heinzer unterlag dem späteren Bronzemedaillengewinner Igor Reislin nach 12:9-Führung mit 12:15. Die Niederlage war zwar ärgerlich, doch der Athlet relativiert: «Ich könnte auch ohne Olympia-Medaille sehr gut leben. Aber klar wäre eine solche das i-Tüpfelchen und eine gewisse Befriedigung.»

Die nächste Chance auf olympisches Edelmetall bietet sich am Freitag, wenn er mit Benjamin Steffen und Michele Niggeler im Team-Wettkampf antritt.

Video
Fechten: Heinzer und Steffen gescheitert
Aus Tokyo konpakuto vom 25.07.2021.
abspielen

NHL reagiert auf Video

Seine vielen Erfolge erreichte Heinzer dank seinem Perfektionismus. Seit letztem November trainiert er im Spitzensportzentrum OYM («On your marks») in Cham. «Dort kann ich noch viel gezielter trainieren», sagt Heinzer. Grossen Wert wird im OYM auf die Ernährung gelegt. «Ich war seit vergangenem November nie krank und das ganze Verdauungssystem funktioniert besser», so Heinzer.

Ein Badminton-Duell mit EVZ-Goalie Leonardo Genoni brachte ihn auf eine kuriose Idee: mit der Puckmaschine im OYM an seiner Reaktion zu feilen. «Die ersten Schüsse brauchten sehr viel Mut», erzählte Heinzer. Ein Video der speziellen Trainingsmethode zur Verbesserung der Reaktion erzielte eine riesige Reichweite. Es meldete sich gar die NHL auf seinem Instagram-Profil mit der Frage, ob sie dieses posten dürfe.

Lange vor der Verschiebung der Olympischen Spiele plante Heinzer, danach in Japan zu bleiben und dort den ganzen August mit der Familie zu verbringen. Daraus wird nun nichts. Immerhin ist er beim ersten Geburtstag seines zweiten Kindes, Tochter Mahina, am 13. August zugegen.

Programm-Hinweis

Box aufklappenBox zuklappen

Den Viertelfinal des Schweizer Degenfecht-Teams gegen Südkorea können Sie am Freitag um 4:25 Uhr live im SRF-Olympiaplayer und in der SRF Sport App mitverfolgen.

Chancen gegen Südkorea 50:50

Davor will er den Traum einer Olympia-Medaille aber doch noch verwirklichen. Gegner im Viertelfinal ist Südkorea mit Olympiasieger Park Sangyoung. Die Chancen, die nächste Runde zu erreichen, stuft Heinzer auf 50:50 ein.

Selber will er mit einem offensiven und aggressiven Fechtstil seinen Teil zum Weiterkommen beitragen. Es wäre für die Schweizer Degenfechter der erste Podestplatz an Olympischen Spielen seit dem Gewinn der Goldmedaille von Marcel Fischer 2004 in Athen und die Krönung von Heinzers jetzt schon eindrücklicher Karriere.

SRF zwei, sportlive, 28.7.21;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen