Lillemor Kausch – Debütierende Neo-St. Galler-Slampoetin

Ihr Vorname ist schwedisch und bedeutet übersetzt soviel wie «kleine Mutter». So einzigartig wie der Rufname ist auch das Bühnenprogramm der Dichterin. Die 27-jährige Berlinerin wohnt seit kurzem in St. Gallen und will nach den ersten Erfolgen in Deutschland auch die Schweiz mit ihren Slams erobern.

Lillemor am Mikrofon mit Blatt in der hand, schaut ins Publikum Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die deutsche Slam-Poetin wohnt seit einem halben Jahr in St. Gallen. Lillemor Kausch

Die Texte sind nicht nur inhaltlich, sondern auch geographisch nah an der Grenze: Ihren ersten Poetry Slam absolvierte Kausch in Konstanz. Es folgten Auftritte in der ganzen Bundesrepublik, unter anderem am renommierten «SLAM 2014» in Dresden, bei dem sie im Einzelfinale der 18. deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften über richtlinierte Birnen mit kleinkarierten Hirnen erzählte.

Schreibtechnisch ist die junge Slampoetin den Storytellern zuzuordnen: Sie schreibt in Prosa über alltäglich-Absurdes wie ihre Nebenjoberfahrungen in einer Berliner Notaufnahme, Speeddating, Klassentreffen oder den Wahnsinn, von Konstanz nach Berlin mit dem «Schönes-Wochenende-Ticket» der Bahn - «16 Stunden, achtmal umsteigen», so Kausch – zu fahren.

Neben den Slams studiert die Neo-St. Galler-Slampoetin Biologie und Englisch auf Gymnasiallehramt und schreibt an ihrem ersten Roman.

Sendung zu diesem Artikel