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Schweizer Produktionen Spielfilme und Serien

SRF ist einer der wichtigsten Filmförderer der Schweiz und als solcher dem Schweizer Film verpflichtet. Jährlich sind bei SRF rund 150 Schweizer Filme im Programm, also fast drei von SRF koproduzierte Spiel- oder Dokumentarfilme pro Woche. Seit dem Jahr 2000 produziert SRF unter dem Label SRF Schweizer Film Fernsehfilme für die Primetime, bis heute über 100 Spielfilme mit einer Länge von 90 Minuten. Darunter waren Publikumshits wie «Sternenberg», «Lina», «Die Herbstzeitlosen» oder «Akte Grüninger», die vor der TV-Ausstrahlung im Kino zu sehen waren. Einen Schwerpunkt in der Produktion von fiktionalen Inhalten setzt SRF auf Serien; mit dem langjährigen Erfolgsformat «Der Bestatter», der Krimserie «Wilder», die 2020 in die zweite Staffel geht, und seit 2018 mit der Serie «Seitentriebe», die sich auf humorvolle Weise mit dem Liebesleben in Langzeitbeziehungen beschäftigt.

Die Fernsehfilme und die Serien entstehen in Zusammenarbeit mit der unabhängigen Schweizer Filmszene. SRF ist der grösste Koproduzent des Landes und einer der wichtigsten Partner für das Schweizer Filmschaffen und damit auch ein Garant dafür, dass sich die unabhängige, vielfältige Filmbranche kontinuierlich weiterentwickeln kann. Das Engagement von SRF für den Schweizer Film geht auf den Pacte de lʼaudiovisuel zurück: Im Rahmen des Kulturauftrags unterstützt die SRG das gesamtschweizerische Filmschaffen mit jährlich 27,5 Millionen Franken.

Eine detaillierte Übersicht über das Engagement von SRG und SRF im Rahmen des Pacte de l’audiovisuel ist hier, Link öffnet in einem neuen Fenster zu finden.

Fiktionale Eigenproduktionen

Mike Müller ist «Der Bestatter»
Legende: Mike Müller ist «Der Bestatter» SRF

«Der Bestatter»

Spätestens nach dem Ende der siebten und letzten Staffel ist die Serie Kult. Mit «Der Bestatter» hat SRF die erfolgreichste Krimiserie geschaffen, die je in der Schweiz produziert wurde. Mike Müller ist Luc Conrad, ein Bestatter mit Leib und Seele sowie ausgeprägtem kriminalistischem Instinkt. Dieser führt den ehemaligen Polizisten immer wieder auf die Spur von aussergewöhnlichen Todesfällen. Und dabei kommt er seinen früheren Kollegen bei der Kantonspolizei Aargau ständig ins Gehege. Während den letzten sieben Jahren zeigte SRF jeweils im Januar und Februar sechs neue Folgen à 58 Minuten. Die Produktionskosten für eine einstündige Episode von «Der Bestatter» liegen bei rund 714’000 Franken.

«Seitentriebe»-Hauptdarsteller
Legende: Die zweite Staffel von «Seitentriebe» wird im Herbst 2019 auf SRF zwei ausgestrahlt. SRF

«Seitentriebe»

«Seitentriebe» ist die erste fiktionale Serie von SRF, die speziell für ein jüngeres Publikum und für den zweiten Fernsehkanal konzipiert wurde. Die charmante Serie von Güzin Kar beschäftigt sich auf humorvolle Weise mit dem Liebesleben in Langzeitbeziehungen und sucht nach dem, was heutige Paare im Innersten zusammenhält. Nele und Gianni sind seit zehn Jahren verheiratet und lieben sich noch immer. Die Lust aufeinander ist aber eingeschlafen. Monika und Heinz führen eine Mittelstandsehe mit klarer Rollenverteilung. Nur die Erziehung ihrer beiden Söhne hält sie noch zusammen. Anders ist das bei Clara und Anton. Das etwas ältere Paar lebt den jüngeren Paaren vor, wie eine Langzeitbeziehung aufregend und harmonisch bleiben kann. Die zweite Staffel von «Seitentriebe» wird im Herbst 2019 auf SRF zwei ausgestrahlt. Die Kosten für die Produktion einer 24-minütigen Episode belaufen sich auf rund 273’000 Franken.

Hauptdarstellerin Annina Euling
Legende: «Weglaufen geht nicht» mit Hauptdarstellerin Annina Euling. SRF

SRF Schweizer Film

Dank SRF werden in der Regel jährlich zwei Fernsehfilme in der Originalsprache Schweizerdeutsch mit bekannten Schweizer Gesichtern und unbekannten Talenten in den Hauptrollen produziert. Zu sehen sind diese Spielfilme wie «Weglaufen geht nicht» meist am Sonntagabend zur besten Sendezeit auf SRF 1. Die Schweizer Filme erzählen gesellschaftlich relevante, lokal verankerte Geschichten und erfüllen so ein grosses Zuschauerbedürfnis. An einem Fernsehfilm der Reihe SRF Schweizer Film beteiligen sich SRF und die SRG mit durchschnittlich 1,8 Millionen Franken.

Sreenshot aus Tatort
Legende: Regisseur Dani Levy nahm den «Tatort – Die Musik stirbt zuletzt» in einer einzigen Kameraaufstellung auf. SRF

Tatort

Der Sonntagabend ist «Tatort»-Abend: Seit vor über 40 Jahren die erste Folge über den Bildschirm flimmerte, hat sich der «Tatort» zur erfolgreichsten Krimireihe im deutschsprachigen Raum entwickelt, seit 2011 auch wieder mit Schweizer Beteiligung. SRF zeigt am Sonntag um 20.05 Uhr auf SRF 1 alle deutschen und österreichischen Folgen und produziert jährlich zwei «Tatort»-Filme. Die Produktionskosten für einen Schweizer «Tatort» liegen bei rund 2,1 Millionen Franken. Im Gegenzug erhält SRF die Ausstrahlungsrechte für deutsche und österreichische «Tatort»-Folgen.

Kino-Koproduktionen

«Schellen-Ursli» von Regisseur Xavier Koller
Legende: «Die göttliche Ordnung» von Regisseurin Petra Volpe. SRF

SRF ist Koproduzentin von jährlich rund 40 Kinospiel- und -Dokumentarfilmen sowie Kurz- und Animationsfilmen. Im Rahmen des Pacte de l’audiovisuel unterstützt SRF Kinoproduktionen jährlich mit vier Millionen Franken. Kinohits wie «Die göttliche Ordnung» oder «Usgrächnet Gähwilers» sind als Fernsehpremieren mehrheitlich am Sonntag um 20.05 Uhr auf SRF 1 zu sehen. Kinofilme für ein jüngeres Publikum, wie beispielsweise «Finsteres Glück» oder «Die Welt der Wunderlichs» sind am Mittwoch um 20.10 Uhr auf SRF zwei im Programm. Der wöchentliche Sendeplatz für das Schweizer Filmschaffen ist «CH:Filmszene», in der aktuelle einheimische Filmproduktionen, die von SRF unterstützt wurden, ihre TV-Premiere feiern. Auf dem Sendeplatz sind sowohl Spiel- wie auch Dokumentar-, Kurz- und Animationsfilme programmiert.

Jan-Gregor Kremp
Legende: Jan-Gregor Kremp ist Kriminalhauptkommissar Richard Voss in «Der Alte». SRF

Internationale Koproduktionen Serien

Ein fixer Termin für Krimifans ist seit vielen Jahrzenten der Dienstagskrimi mit spannenden Fällen aus unterschiedlichen deutschen Städten: Bei Krimireihen wie «Die Chefin», «Der Alte» oder «Ein Fall für zwei» engagiert sich SRF als Koproduzentin. An einer einstündigen Folge einer internationalen Koproduktion beteiligt sich SRF durchschnittlich mit 59'000 Franken.

«Follow the Money»
Legende: «Follow the Money» ist die erste dänische TV-Serie, die vom SRF selbst auf Deutsch synchronisiert wurde. SRF

Internationale Filme und Serien

Neben Spielfilmen für ein breites Publikum, darunter viele Free-TV-Premieren unter dem Label «kino hoch zwei», zeigt SRF zumeist in Zweikanalton oder in der Originalfassung mit Untertiteln auch ausgewählte Independent- und Arthouse-Produktionen für ein anspruchsvolleres Zuschauersegment. Kinder- und Jugendfilme sowie Kinoklassiker runden das Angebot ab. Die Kosten pro Spielfilm variieren marktbedingt stark und hängen von Faktoren wie Programmwert, Lizenzumfang, Produktionsjahr oder Zahl der Ausstrahlungsrechte ab. Einkaufspreise orientieren sich aber auch an der Grösse eines Landes, was die Deutschschweiz mit fünf Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern mit Staaten wie Österreich, Belgien oder Dänemark vergleichbar macht. Die Lizenzkosten für einen eingekauften Spielfilm liegen normalerweise zwischen 4000 und 70’000 Franken. In Einzelfällen können die Preise für Blockbuster leicht über diesem Rahmen liegen.

Bei den Serien legt SRF ein starkes Gewicht auf Qualitätsproduktionen aus dem europäischen Raum, beispielsweise für den Sendeplatz am späteren Montagabend auf SRF 1. Serienfans mit dem Sinn für das Besondere kommen dort bei Produktionen wie «1992» aus Italien, «The Missing» aus Grossbritannien oder «Die Erbschaft» aus Dänemark auf ihre Kosten. Eine feste Grösse im Serienprogramm von SRF ist der Serienmontag auf SRF zwei: Zu sehen sind international erfolgreiche Serien wie die US-Hits «Greyʼs Anatomy», «Chicago Fire», «Chicago Justice» oder «Station 19». Auch am späten Freitagabend sind vermehrt attraktive Serien oder Mehrteiler wie «Outlander», «Modus», «Midnight Sun» oder «Trapped» zu sehen. Ausserdem will SRF seinen Zuschauerinnen und Zuschauern vermehrt Eventprogrammierungen wie die dänische Serie «Follow the Money», «Babylon Berlin» oder «Parfum» bieten. Die Rahmenbedingungen für Lizenzverkäufe im Serienbereich sind mit jenen von Spielfilmen vergleichbar. Für eine halbstündige Serie variieren die Lizenzkosten zwischen 1000 und 5000 Franken pro Episode, bei stündigen Serien liegen die Kosten pro Folge zwischen 2000 und 14’000 Franken.