EU-Ersatzgelder: 40 Millionen für Schweizer Forschung

Nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative sassen hiesige Forscher finanziell teils auf dem Trockenen. Nun hat der Schweizerische Nationalfonds knapp 40 Millionen Franken vergeben – doch so ein Geldsegen soll die Ausnahme bleiben.

Studenten der ETH Lausanne demonstrieren im März 2014 gegen den Ausschluss aus den Forschungsprogramme der EU. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Protest gegen Ausschluss aus EU-Förderung: Demo an der ETH Lausanne im März 2014. Nun hat die EPFL sieben erfolgreiche Gesuche um Ersatz gestellt – Landesrekord. Keystone

Die Stipendien des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) sind je mit bis zu zwei Millionen Franken dotiert. Sie sollen helfen, entgangene Fördermittel des European Research Council zu ersetzen. Dies war nötig geworden, nachdem die Schweiz von Ende Februar bis Mitte September 2014 vom EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 ausgeschlossen wurde.

Für die Gelder hatten Forscher in der Schweiz 111 Gesuche eingereicht. Der SNF beurteilte sie in einem zweistufigen Verfahren und hiess schliesslich 21 gut. Für die Endauswahl war unter anderem entscheidend, dass die geplante Forschung bahnbrechende Ergebnisse in Aussicht stellt.

Von den 21 Projekten sind 4 aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, 6 Projekte aus Life Sciences und 11 im Bereich Natur- und Ingenieurwissenschaften. Laut dem SNF soll diese Initiative einmalig bleiben. Für die Zukunft erachtet er es als notwendig, dass die Schweiz an Horizon 2020 voll teilnimmt. Nur so lasse sich sicherstellen, dass sich Forschende in der Schweiz mit den Besten in Europa messen könnten.