3 Billionen sind zu wenig

Amerikanische Forscher haben ermittelt, wie viele Bäume es weltweit gibt. Das Ergebnis: 3 Billionen – das sind acht Mal mehr als bisher geschätzt. Doch die Zahl täuscht: Jährlich werden 15 Milliarden durch Menschenhand vernichtet, der Baumbestand schrumpft und schrumpft.

Viele Bäume mit braunen Blättern auf einem Berghügel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wichtige Organismen: Bäume speichern grosse Mengen Kohlenstoff, sind essenziell für den Nährstoffkreislauf und die Wasser- und Luftqualität. Imago

Über drei Billionen Bäume gibt es auf der Erde. Das ermittelten die Forscher mit Hilfe von Satellitenbildern, Bestandsaufnahmen von Wäldern und Computerberechnungen. Im Journal «Nature» schreiben sie, dass die Zahl acht Mal höher sei als angenommen.

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Bäume in der Schweiz

Die Landesfläche ist zu einem Drittel mit Wald bedeckt. Das ergibt knapp 1800 Quadrat- meter pro Einwohner. Die Waldfläche nimmt zu – jährlich um etwa 5400 Hektaren. Insgesamt sind es circa 535 Millionen Bäume. Der älteste ist eine Eibe; sie wird auf 1500 Jahre geschätzt.

Die Studie liefert auch Daten zur Anzahl der Bäume pro Land und Einwohner. In Bolivien sind es 5400 Bäume, in Russland 4500, in Norwegen 3000 und in Deutschland noch 100. Hierzulande werden laut dem Verband Waldwirtschaft Schweiz «nur» 66 Bäume pro Bewohner gezählt.

Die Untersuchung weist auch auf den abnehmenden Bestand hin. Jedes Jahr fallen 15 Milliarden Bäume Abholzungen und anderen menschlichen Einflüssen zum Opfer. «Unsere Studie unterstreicht, wie viel grösser unsere Anstrengungen werden müssen, wollen wir die gesunden Wälder weltweit wiederherstellen», erklärt Studienautor Thomas Crowther von der Yale University.

Videogalerie: Der Wald in der Schweiz