«Eine ausserordentlich bizarre Spezies»

1,70 Meter lang und gut gepanzert: In den USA haben Forscher die fossilen Überreste eines Riesenskorpions entdeckt. Der Gigant bewohnte vor rund 460 Millionen Jahren die Meere. Sein Körperbau erstaunt die Paläontologen – und erlaubt Rückschlüsse auf seine Lebensweise.

Illustration eines riesigen Skorpions auf dem Meeresgrund. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Rekonstruiert aus dutzenden Fossilien: Die wissenschaftliche Illustration zeigt, wie sich der Skorpion auf dem Meeresgrund bewegt haben könnte. Patrick Lynch/Uni Yale/Eurekalert

In einem Meteoritenkrater in Iowa (USA) hat ein Team der Universität Yale das versteinerte Skelett eines ausgestorbenen Riesenskorpions entdeckt. Sie tauften die Art Pentecopterus decorahensis – wegen der Körperform, die dem antiken Kriegsschiff Pentekontere ähnelt, und der vermuteten räuberischen Lebensweise.

Das Tier bevölkerte vor rund 460 Millionen Jahren die Meere und ist der älteste bekannte Vertreter der seit rund 250 Millionen Jahren ausgestorbenen Seeskorpione. Er hatte einen einzigartigen Kopf und Hinterbeine mit paddelförmiger Oberfläche.

Im Journal «BMC Evolutionary Biology» zeigen sich die Forscher begeistert vom guten Zustand der Fossilien. Es sei fast, als würde man Überreste eines heutigen Tieres untersuchen. Dies erlaubte die Analyse feiner Strukturen wie Stacheln, Schuppen und Follikeln. Unter dem Mikroskop wurden sogar Muster von Haaren an den Beinen sichtbar.