Hoppla, das Ozonloch schrumpft

Gute Nachricht aus der Antarktis: Das Ozonloch wird nach neuesten Messungen immer kleiner. Es handelt sich laut Meteorologen tatsächlich um eine Umkehr des Trends.

Das Ozonloch auf einer Grafik der Nasa im September 2006. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Angst wegen des Ozonlochs: Eine Grafik der Nasa auf Basis von Aufzeichnungen aus Satelliten zeigte die Ausdehnung im September 2006. Keystone/Nasa

Ein Meteorologe lässt an der Neymayer-Station in der Antarktis einen Messballon aufsteigen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sondierungen bei jedem Wetter: Auch wenn es an der Neumayer-Station stürmt, lassen die Meteorologen Ozonsonden aufsteigen. Stefan Christmann, Alfred-Wegener-Institut

«Das Ozonloch schliesst sich», sagte Gert König-Langlo, Leiter des Meteorologischen Observatoriums an der deutschen Antarktis-Forschungsstation Neumayer III, in Bremerhaven. Anzeichen für einen Heilungsprozess gebe es seit rund drei Jahren. Als Hauptgrund für die besseren Messwerte nannte König-Langlo das weltweite Verbot von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW).
 
Die Werte innerhalb des Ozonlochs über der Antarktis-Station seien 2012 erneut deutlich über den Rekordwerten von 2000 bis 2009 geblieben. Erstreckte sich das Ozonloch nach dem antarktischen Winter 2006 noch über eine Fläche von 27 Millionen Quadratkilometern breitete es sich 2012 nur noch auf rund 18 Millionen aus.
 
«Wir können zum ersten Mal davon sprechen, dass unsere Daten eine Umkehr im Ozontrend abbilden», sagte König-Langlo. Die Analyse zum Ozonloch basiert auf wöchentlichen Ballonmessungen von deutschen Forschern seit 27 Jahren. Es handele sich dabei um die längste Messreihe dieser Art an einer Forschungsstation unterhalb des Ozonlochs.