Roboter übergibt sich für die Menschheit

Roboter Larry im britischen Health and Safety Laboratory soll helfen herauszufinden, wie sich das Norovirus verbreitet.

Roboter Larry gibt im Einsatz für die Forschung einen Schwall Erbrochenes von sich. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kraftvoller Schwall: Larry in Aktion. Health and Safety Laboratory, Buxton

Das Norovirus geht um. Wie jeden Winter. Besonders übel benimmt es sich derzeit in Grossbritannien. Wer sich den Erreger einfängt, gibt den Inhalt seines Verdauungsapparats an beiden Enden von sich. Nur wenige Partikel des Virus genügen, um eine Person zu infizieren. Doch allein in einem Tropfen Erbrochenem befinden sich tausende davon. Das Virus verbreitet sich leicht und ändert sich rasend schnell.

Um den unangenehmsten Verbreitungsweg des Norovirus zu studieren, hat das britische Health and Safety Laboratory (HSL) einen speziellen Roboter entwickelt. Er heisst «Vomiting Larry»; zu Deutsch: kotzender Larry.Mit seiner Hilfe wollen die Forscher herausfinden, wie sich Noroviren über die Luft verbreiten.

Die Resultate von Larrys Mitarbeit werden mit einem Raster auf dem Boden festgehalten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mass am Raster: Die Resultate von Larrys Mitarbeit werden genauestens festgehalten. Health and Safety Laboratory, Buxton

Drei Meter in freiem Flug

Die Wissenschaftler füllen den Magen des Roboters mit einer Flüssigkeit, in der die Viren enthalten sind. Anschliessend wird dieses Material mit einer Pumpe schwallartig aus dem Mund katapultiert. Erste Resultate zeigen, dass sich das Erbrochene in Form von winzigen Tröpfchen bis zu drei Meter weit verbreitet.

Mit Larrys Hilfe wollen die Forscher ausserdem herausfinden, wie man unterschiedliche Oberflächen am besten reinigen kann, wenn eine Mahlzeit im Rückwärtsgang darauf gelandet ist. Denn wie rauhe Oberflächen oder glatte Kacheln sich dabei unterscheiden, ist vor allem für Spitäler wichtig und nützlich zu wissen.