«How to Opera» Wann darf ich in der Oper klatschen?

Von Adagio bis Zauberflöte: Eine Website klärt über die Opernwelt auf – und schafft es, auch Bühnenmuffel für das grosse Spektakel zu begeistern.

Auf einem Tablet ist eine Zeichnung eines Opernhauses zu sehen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «How to Opera» macht Lust, sich wieder einmal ein pompöses Bühnenspektakel anzusehen. Getty Images / How to Opera/ SRF Bildmontage

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Screenshot

Wir sprechen über aktuelle Geschichten und Debatten im Internet. Von Montag bis Donnerstag um 17.40 Uhr in der Rubrik «Screenshot» bei Radio SRF 2 Kultur.

Worum geht’s?

Die Anna Stumpf gewann 2011 Karten für die Oper «Der Vetter aus Dingsda». Bis dahin hatte die junge Bremerin mit Oper nichts am Hut. Aber seit jener Aufführung hat sie Blut geleckt.

«Die Tatsache, dass auf Opernbühnen täglich so viel leidenschaftliche und wahrhaftige Kunst geschaffen wird, hat mich als ‹Digital Native› tief berührt», schreibt Anna Stumpf.

Darum setzte sich die Designerin an den Computer und begann, eine Website zu gestalten: «How to Opera» sollte andere Laien in die Opernwelt einführen – und sie davon begeistern.

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Der SRF-Opernführer

Vorhang auf für Liebe, Sex und Crime. Es wird geliebt und gehasst, gefleht und verlassen, gemordet und gestorben. SRF Kultur stellt Opern vor und zeigt, wie leicht man in diese magische Welt eintauchen kann. Zum SRF-Opernführer.

Warum ist’s interessant?

Entsprechend unkompliziert ist die Seite aufgebaut. Stumpf stellt Klassiker wie Tosca, Carmen oder Così fan tutte vor und präsentiert dazu grafisch gestaltete Inhaltsangaben.

Sie macht Lust auf spezifische Aufführungen, etwa «Die Zauberflöte» an der Komischen Oper Berlin oder «Mahagony» am Theater Bremen, und schreibt im Blog über die Schwierigkeit, eine Oper in eine andere Sprache zu übersetzen («Amooore» zu singen ist nicht das Gleiche wie «Liiiiebe»).

Im Bereich «How to» gibt Stumpf praktische Tipps für den Opernabend: Sie rät zur Entspanntheit («Klatsche spontan», «Zieh' dich so an, wie es Dir wohl ist»), betont aber immer wieder: Vorbereitung ist das A und O für den gelungenen Opernbesuch. Erst wer die Musik und Handlung bereits etwas kennt, kann den Abend richtig geniessen.

Spätestens wenn man sich «Die Archtypen der Opernbesucher» («Die Ruschel-Omi», «die ‹Es-muss-sein›-Familie», «der Verzettelte») oder die Video-Empfehlungen (Rigoletto an der Bayrischen Staatsoper) angesehen hat, ist man selber überzeugt: Oper muss nicht angestaubt sein.