«Wäxellouwina» bei Grindelwald

Eine imposante Lawine donnerte am Samstag vom Mettenberg Richtung Grindelwaldgletscher hinunter.

Die Lawine von einger Entfernung aus aufgenommen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Wäxellouwina» am Mettenberg Die Lawine donnert vom Grindelwaldgletscher her Richtung Dorf. Esther Baumann

Zum Zeitpunkt des Lawinenniedergangs, kurz nach 11 Uhr, befand sich Sascha Brand vor dem Hotel Wetterhorn in Grindelwald und zückte sein Handy. Es gelangen Ihm sehr eindrückliche Aufnahmen dieses Spektakels. Besten Dank!

(Das Video kann leider auf der App nicht abgespielt werden, wechseln Sie auf die mobile Webseite: www.srf.ch/meteo)

Video ««Wäxellouwina» von Sascha Brand» abspielen

«Wäxellouwina» gefilmt von Sascha Brand am 14.3.15

0:19 min, vom 15.3.2015
Video «Kurz nach der Lawine» abspielen

Dichtes Schneetreiben kurz nach der Lawine

0:09 min, vom 15.3.2015

Gefahrenstufe 1

Laut dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF könne bei geringer Lawinengefahr (Stufe 1) eine solche Lawine nicht erwartet werden. Um bei dieser Gefahrenstufe eine derart grosse Lawine auslösen zu können, braucht es eine grosse zusätzlich Belastung. Eine solche Belastung könnte von einer Eislawine oder einem Felsabbruch stammen.

Aus www.jungfrauzeitung.ch (20. April 2012)

Die Lawine wird «Wäxellouwina» genannt, weil sie die Talseite wechselt. Vom Anrissgebiet am Mettenberg donnert sie in die Schlucht hinunter und am Gegenhang des Wetterhorns wieder hoch. Der meiste Schnee bleibt in der Schlucht liegen, nur die Druckwelle erreicht den Gletschersand. Jetzt, wo sich der Gletscher zurückgezogen hat, ist die Schlucht tiefer und die Lawine wird stärker gebremst. Für bewohnte Gebiete bestehe also keine Gefahr.

Endrückliches Bild aus einer anderen Perspektive. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Wäxellouwina» Die «Wäxellouwina» von Grindelwald/Terrassenweg aus fotografiert. Christian Bleuer