- Wegen der Eskalation im Nahen Osten kommt der Luftverkehr in grossen Teilen der Region weitgehend zum Erliegen.
- Zahlreiche Lufträume wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen.
- Nach Angaben der Plattform Flightradar24 wurden an sieben grossen Flughäfen mehr als 3400 Flüge gestrichen – darunter in Dubai, Abu Dhabi und Doha.
- Die Fluggesellschaften der Lufthansa-Group – darunter auch die Swiss – haben zahlreiche Verbindungen in Länder der Region bis auf Weiteres gestrichen.
Die Swiss und die Airlines der Lufthansa Group setzen ihre Flüge nach Tel Aviv, Beirut, Amman Erbil, Dammam und Teheran bis einschliesslich 8. März aus.
Swiss Airlines
Ebenfalls bis einschliesslich 8. März werden folgende Lufträume von der Swiss nicht genutzt: Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Katar, Kuwait, Bahrain, Dammam und Iran.
Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi werden bis einschliesslich 4. März ausgesetzt. Zudem werde der Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate ebenfalls bis einschliesslich 4. März nicht genutzt, heisst es bei der Swiss.
Keine Flüge von Emirates, Qatar Airways und Etihad Airways
Nebst der Swiss und der Lufthansa Group reagieren auch andere Airlines mit Flugstopps oder Umwegen, darunter die British Airways, Air France, Norwegian, oder Turkish Airlines, die eine Vielzahl von Zielen in der Region anfliegt.
Die drei grossen Golf-Airlines Emirates, Qatar Airways und Etihad Airways haben ihren Betrieb ebenfalls eingestellt. Dies, weil der Luftraum über Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten geschlossen ist.
Diverse Lufträume geschlossen
Zahlreiche Lufträume in der Region des Nahen Ostens sind für die zivile Luftfahrt gesperrt, darunter die von Israel, Iran, Katar, Irak, Kuwait, Bahrain, Syrien und teilweise auch die der Vereinigten Arabischen Emirate.
Die Luftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate meldet eine «vorübergehende und teilweise» Sperrung des Luftraums. In Dubai stellen sowohl der internationale Flughafen DXB als auch der Al Maktoum Airport DWC den Betrieb bis auf Weiteres ein.
Laut Flightradar24 werden an sieben grossen Flughäfen über 3400 Flüge gestrichen – unter anderem in Dubai, Abu Dhabi und Doha.
Flugverbindungen zwischen Europa und Südostasien finden statt, werden jedoch umgeleitet – meist durch Zentralasien – und dauern so bis zu zwei Stunden länger.
Erschwerend kommt hinzu, dass Russland seinen Luftraum für viele westliche Fluggesellschaften gesperrt hat, auch für die Swiss.
«Bei der Routenplanung hat man immer verschiedene Optionen. Wenn aber in eine Richtung verschiedene Lufträume nicht mehr zur Verfügung stehen, dann wird die Planung natürlich anspruchsvoller und komplexer», teilt die Swiss gegenüber SRF mit.
Auch Schifffahrt betroffen
Nicht nur der Flugverkehr stockt: Auch für die Schifffahrt ist der Nahe Osten unsicherer geworden. Der Schiffverkehr in der Strasse von Hormus und rund um Yemen kommt nahezu zum Stillstand. Das Logistikunternehmen Maersk kündigte an, Asien nur noch via Südafrika anzufahren. Auch MSC und Hapag stellen die Schifffahrt faktisch in dieser Region ein.
In Dubai liegt das Kreuzfahrtschiff «MSC Euribia» mit über 6000 Passagieren fest. Eine geplante Orient-Kreuzfahrt wird abgesagt. Die deutschen TUI-Cruises-Schiffe «Mein Schiff 4» und «Mein Schiff 5» bleiben ebenfalls im Hafen. Der Anbieter erklärt, eine planmässige Durchführung der Reisen sei derzeit nicht verantwortbar.