Ein Zollsatz von 12.5 Prozent ist für die Schweizer Exportwirtschaft sozusagen das mittlere Szenario – nicht die Ideallösung, aber auch keine Katastrophe. Unschön ist, dass Schweizer Unternehmen gegenüber Konkurrenten aus der EU schlechter gestellt sind. Allerdings bedeuten die zweieinhalb Prozentpunkte mehr keine massive Schlechterstellung.
Positiv ist, dass es sich bei diesen 12.5 Prozent nicht um einen Zusatz-Zoll handelt. Dieses Zugeständnis haben nur wenige Handelspartner erhalten. Neben der Schweiz sind es die EU-Staaten, Japan, Südkorea und Taiwan.
Weitere Zölle bleiben möglich
Es bleibt aber Unsicherheit, denn die Vereinigten Staaten prüfen eine weitere Möglichkeit, um Zölle zu erheben. Dabei geht es um die Frage, ob ein Land mit unfairen Mitteln für Überkapazitäten in der eigenen Industrie sorgt – um mit billigen Exporten in die USA dortige Produzenten zu schädigen. Bei dieser Untersuchung haben die USA 16 Handelspartner im Visier, darunter auch die Schweiz.