Wetterumschwung Am Dienstag kommt der Schnee zurück

In den nächsten Tagen sind Flocken bis ins Flachland wahrscheinlich. Das ist im April aber keine Seltenheit.

In einem Waldstück liegt etwas Schnee am Boden. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Kälte kommt zurück. In den nächsten Tagen werden mancherorts auch im Flachland Schneeflocken fallen. Colourbox/Symbolbild

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Appenzellerland fiel bereits am Ostersonntag Schnee bis auf 800 Meter.
  • Im Mittelland dürfte es ab Dienstag stellenweise schneien.
  • Auch am Mittwoch und Donnerstag sind Flocken im Flachland wahrscheinlich.
  • Dass es im April im Mittelland nochmals schneit, kommt etwa in jedem dritten Jahr vor.

In der Ostschweiz fielen bereits am Ostersonntag die ersten Schneeflocken, so etwa im Appenzellerland oder in Glarus. In Elm (GL) lagen am Montagmorgen auf knapp 1000 Metern Meereshöhe sechs Zentimeter Neuschnee.

Auch in Zürich keine Seltenheit

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In der Ostschweiz ist Schnee im April allerdings völlig normal. In diesem Jahrhundert blieb beispielsweise in St. Gallen bis jetzt nur drei Mal der Schnee im April gänzlich aus. In den übrigen Jahren wurde mindestens einmal im April Schnee gemessen. Auch andernorts kann es im April immer wieder einen kurzen Schneeschauer bis in tiefe Lagen geben.

Seit der Jahrhundertwende erlebte Zürich schon sechs Mal einen April, in dem es mindestens einmal schneite. Im vergangenen Jahr wurde sogar noch am 27. April Schnee gemessen. Der späteste Schneefall datiert in Zürich aus dem Jahr 1961. Damals wurde sogar noch am 28. Mai Schnee verzeichnet. Die systematischen Aufzeichnungen reichen aber nur bis ins Jahr 1931 zurück.

Kein Aprilschnee im Tessin in diesem Jahrhundert

In Bern wurde zum letzten Mal am 20. April 2013 Aprilschnee gemessen. Damals waren es zwei Zentimeter. Der späteste Schneefall wurde hier am 1. Mai 1945 registriert.

Südlich der Alpen ist dagegen Aprilschnee ein ganz seltenes Ereignis. Seit der Jahrhundertwende wurde in Lugano kein Aprilschnee mehr gemessen. Dort datiert der späteste Schneefall vom 14. April 1962. Auch in Locarno gab es in diesem Jahrhundert noch keinen messbaren Aprilschneefall.

Im Gebirge völlig normal

Anders sieht die Situation im Hochgebirge aus. Oft gibt es die grössten Gesamtschneemengen erst im April. So datiert die grösste Gesamtschneehöhe beispielsweise aus dem April 1999 mit einem Wert von 8.16 Metern, gemessen auf dem Säntis. Auch die grösste Tagessumme fiel im Monat April. Am 15. April 1999 wurden auf dem Berninapass 130 Zentimeter Neuschnee registriert. Die Zweitagesmenge betrug damals sogar 2.15 Meter. Auch das gilt in der Schweiz als Rekord.

Aprilschnee ist jedoch auch in mittleren Höhen eine völlig normale Angelegenheit. In Einsiedeln (SZ) fällt beispielsweise nach dem 25. April noch in jedem zweiten Jahr Schnee. Auch dieses Jahr ist dem Klosterdorf Schnee in der zweiten Aprilhälfte gewiss.

Frost ist das grössere Problem

Dort wo in den kommenden Tagen Schnee liegen bleibt, kann dieser Pflanzen zum Teil vor allzu tiefen Temperaturen schützen. Dort wo kein Schnee liegt, könnte aber Frost in den kommenden Nächten den Pflanzen arg zusetzen. Vor allem am Donnerstag- und am Freitagmorgen muss im Mittelland mit Frost gerechnet werden. Lokal könnte es aber auch schon am Dienstag in der Früh Frost geben. In Teilen der Romandie gab es bereits am Ostermontag Bodenfrost.