#realisbeautiful Eine Tourismuskampagne, die nach hinten losging

Das Wichtigste in Kürze

  • Litauens Touristikmanager wollten mit der Kampagne «Echt ist schön» Werbung für ihr Land machen.
  • Viel Geld ausgeben wollten sie dafür offenbar nicht – und bedienten sich bei günstigen Fotodatenbanken. Nur: Einige der Bilder von dort zeigen gar nicht Litauen.

«Echt ist schön» ist der Titel der Kampagne, mit der Litauens Tourismusbehörde das Land im besten Licht zeigen wollte. Ausgerechnet «Echt ist schön» muss man sagen, denn die Verantwortlichen griffen leider zu Bildern, die so gar nicht «echt» sind.

Medienberichten zufolge warb das Land nämlich auch mit Illustrationen und Fotos, die gar nicht Litauen zeigen, sondern aus anderen Ländern stammen. Medien deckten auf, dass die Tourismusbehörde für ihre Kampagne günstige Angebote aus Fotodatenbanken verwendet hatte. Inzwischen ist die Chefin des Amtes zurückgetreten.

In den sozialen Medien setzte es Spott. Unter dem Hashtag #Realisbeautiful tauchten Dutzende ironische Beiträge auf. Selbst Regierungschef Saulius Skvernelis beteiligte sich: «Ab morgen beginnen wir im neuen Regierungsgebäude zu arbeiten», schrieb er zu einem Bild der EU-Kommission in Brüssel.

Auch der litauische Premier macht mit: «Unser neues Regierungsgebäude»