«Buy local»: Verein wirbt für lokale Läden

In den Innenstädten im In- und Ausland trifft man oft die gleichen internationalen Ladenketten an. Der Grund sind die hohen Mieten. Kleinere Geschäfte leiden ausserdem unter dem Internetshopping. In Basel will nun der Verein «Buy local» die Verdrängung bekämpfen

Papiertüte mit Aufdruck "Buy local", auf einem blauen Punkt auf weissem Grund. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Laden von Lilian Mandingorra ist das Werbematerial parat. SRF

«Buy local» ist ein englischer Ausdruck und eine Idee aus den USA. Dort haben erstmals Buchhändler für den lokalen Detailhändler geworben, mit einem Label, eben «Buy Local».

Der Name und die Idee kommen jetzt in die Schweiz. Der neu gegründete Verein buy-local.ch zählt mittlerweile 25 Mitglieder in Basel und Umgebung. Unter ihnen ist Lilian Mandingorra und ihr Laden Livingroom in der Spalenvorstadt in Basel. Man höre ja oft, dass es überall in den Einkaufsstrassen die gleichen Läden hat. «Wir möchten den Leuten ins Bewusstsein rufen, dass sie etwas dazu beitragen können, dass die Vielfältigkeit erhalten bleibt in den Städten», sagt Lilian Mandingorra gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Buy local als Gütesiegel

Bei buy local geht es nicht um das regionale Produkt, sondern um die regionale Verankerung. Unabhängige Geschäfte von lokalen Inhabern beleben die Stadt, sie tragen zur Wertschöpfung bei. Und für den Kunden bieten sie einen persönlichen Service. Für all das soll «buy local» stehen, sagt Lilian Mandingorra, und dies möglichst nicht nur im Raum Basel. Das Ziel sei Geschäfte in der ganzen Schweiz als Mitglieder zu gewinnen.

In Deutschland erfolgreich

In Deutschland haben Buchhändler bereits im Juni 2012 einen Verein mit gleichem Namen gegründet. Eine der Gründerinnen ist Dorothee Junck aus Köln. Der Verein sei erfolgreich, weil mittlerweile auch andere Branchen darin vertreten seien, und weil der Verein mittlerweile auch politisch wahrgenommen werde. Bei «buy local» ginge es nicht um den erhobenen moralischen Zeigefinger, sondern darum mit dem Kunden ins Gespräch zu kommen.