Osttangente: Der Ball liegt beim Bund

Bundesrätin Doris Leuthard kritisierte am Dienstagabend Regierungsrat Hanspeter Wessels. Er mache nicht vorwärts beim Bau der Osttangente. Nun relativiert das Bundesamt für Strassen Astra diese Kritik: Der Bund sei am Ball.

Portrait von Doris Leuthard, die gerade gestikuliert und die Hand vor dem Gesicht in die Höhe hält. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Kritik von Bundesrätin Doris Leuthard am Basler Baudepartement wird durch Bundesbern relativiert. Keystone

An einer CVP-Veranstaltung am Dienstagabend im Schützenhaus übte CVP-Bundesrätin Doris Leuthard Kritik am Basler Baudirektor Hans-Peter Wessels. Das Thema Osttangente sei ihr wichtig, aber nun sei der Baudirektor «am Ball». Wessels würde nicht vorwärts machen beim grossen Bauprojekt, so der Vorwurf der Bundesrätin.

Diese Kritik relativiert nun das Bundesamt für Strassen, das Astra. Auf Anfrage des «Regionaljournal Basel» von Radio SRF sagt Mediensprecher Thomas Rohrbach: «Wir haben alle Angaben von Basel erhalten, nun sind wir am Ball.»

Leuthard habe bei ihrer Rede vor allem darauf hinweisen wollen, dass nie alle Wünsche der Kantone berücksichtigt werden könnten. Das Zitate sei also nicht ganz so ernst zu nehmen, wie es am Vorabend geklungen habe.

Tunnelvariante

Die Osttangente ist der Abschnitt der A2-Autobahn zwischen dem Schwarzwaldtunnel und dem Gellertdreieck. Das Strassenstück ist ein Flaschenhals, der enorm sehr stark befahren ist. Deshalb suchen Bund und Kanton nun nach Entlastung.

Basel möchte dafür eine teure unterirdische Variante, einen Tunnel, der unter dem Rhein gegraben werden müsste. Diesen Wunsch meldete der Kanton dem Astra, welches nun daran ist, auch diese Variante zu prüfen.