Eine Comiclesung ist mehr als eine Lesung

Die Berner Theaterfrau Gisela Nyfeler lädt in Bern zu einer neuen Kunstform, der Comiclesung. Dahinter steckt ein grosser technischer Aufwand.

Die drei mit diversen Utensilien für Geräusche Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Proben für die Comiclesung «Happy!»: Die Schauspieler Manuel Kühne und Romeo Meyer und Radiofrau Gisela Feuz (v.l.) zvg

Comicbilder werden auf die Leinwand gebeamt, die Sprechblasen sind leer. Zwei Schauspieler und eine Radiofrau sprechen die Texte live. Und auch die Geräusche zur Geschichte entstehen live mit allerhand Zubehör.

Doch das ist noch nicht alles: «Wir haben einen Hellraumprojektor ausgegraben - es ist erstaunlich, was man damit alles machen kann - und mit einer kleinen Kamera werden wir live filmen und die Bilder projizieren.» Technisch herausfordernd ist bei der Comiclesung besonders das Timing. Das Tempo der Bildabfolge und die Liveelemente müssen passen.

Etwas Ähnliches gab es schon in Deutschland, hierzulande hat Gisela Nyfeler das Format Comiclesung ins Leben gerufen. Die Berner Regisseurin hat ein Flair für Neues. Unter anderem engagierte sie sich in den letzten Jahren in Bern bei künstlerischen Zwischennutzungen von leeren Räumen.

Eine Comiclesung organisierte Nyfeler bereits einmal im kleinen Rahmen, nun folgt «der zweite Streich» mit dem Stück «Happy!»

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)