Kultur statt Autos auf Berner Schützenmatte - Bilanz und Ausblick

Zwei Monate lang war die Berner Schützenmatte zwischen Bahnhof, Reitschule, Hauptverkehrsachse und Amtshaus als Parkplatz nicht verfügbar. Dafür konnten sich Kultur, Kunst, Gastronomie, Festbetrieb und Geselligkeit versuchsweise ausbreiten. Es funktioniert, bilanzieren Stadt und Veranstalter.

Nach zwei Monaten Kulturbetrieb auf der Berner Schützenmatte zogen die Stadt und der Veranstalter NEUstadt-lab 2015 eine positive Bilanz. «Wir wussten ja nicht, was entsteht. Aber es hat sich über die 60 Tage ein sehr reger Betrieb entwickelt, mit 130 Veranstaltungen», sagt Jürg Luedi.

Ins gleiche Horn stösst Stadtpräsident Alexander Tschäppät. «Offensichtlich können sich Bernerinnen und Berner vorstellen, den Platz vielfältiger zu nutzen. Reklamationen wegen der gesperrten Parkplätze gab es praktisch nicht.» Ihn freue der lebendige und friedliche Versuchsbetrieb sehr, so der Stadtpräsident weiter.

Nun wird ausgewertet

Ob damit für die Parkplätze neben der Reitschule die letzte Stunde geschlagen hat, vermag Alexander Tschäppät noch nicht zu sagen. Zuerst werde jetzt der Versuchsbetrieb ausgewertet.

Bis Anfangs 2016 soll klar sein, wie es weitergeht. «Es wird normale Verfahren zur allfälligen Umnutzung geben, auch die Finanzierung muss noch geregelt werden», resümiert Alexander Tschäppät. Feste Bauten hält er allerdings vorläufig als nicht möglich, bis klar ist, was die SBB für Pläne hat in Sachen Bahnhof und Geleisebau in der unmittelbaren Nachbarschaft.

Für Veranstalter Jürg Luedi allerdings ist klar, dass man auf der «Schütz» grundsätzlich weitermachen möchte.