Unesco-Lehrstuhl für die Fernfachhochschule in Brig

Die Forscher wollen herausfinden, wie sie das Fernstudium besser auf ihre Studenten zuschneiden können. Sie versprechen sich viel von der Personalisierung der Lerninhalte.

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Bildlegende: Direktor Kurt Grünwald und Professor Per Bergamin freuen sich über den Unesco-Lehrstuhl in Brig. SRF/ Priska Dellberg

Die Studierenden der Fernfachhochschule bringen sehr unterschiedliches Vorwissen mit. Das ist für die Schule eine grosse Herausforderung. Sie möchte deshalb den Lerninhalt personalisieren können.

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Fernfachhochschule Schweiz

Die über 1900 Studentinnen und Studenten absolvieren berufsbegleitende Bachelor- und Masterstudiengänge sowie Weiterbildungen in den Bereichen Wirtschaft, Informatik, Engineering, Recht und Gesundheit. Den Grossteil ihrer Ausbildung absolvieren sie zuhause vor dem eigenen Computer. Die FFHS führt Regionalzentren in Brig, Bern, Basel und Zürich.

«Die E-Learning-Plattform kann den Wissensstand der Studierenden messen und geeignete Übungen vorschlagen», erklärt Professor Per Bergamin, der auf diesem Gebiet forscht. Die Plattform arbeitet unter anderem mit einer Gesichtserkennungssoftware.

Der Unesco-Lehrstuhl für das Forschungsfeld «Personalised and adaptive Distance Education» soll die Entwicklung vorantreiben. Für die Studenten sei sie vielversprechend. «Erste Versuche haben gezeigt, dass besonders Studenten mit wenig Vorwissen viel profitieren», so Per Bergamin.

Wichtig für den Hochschulstandort

Für die Verantwortlichen der Fernfachhochschule hat der neue Unesco-Lehrstuhl eine grosse Bedeutung: Es macht sie internationaler. Sie wird in diesem Forschungsfeld mit Universitäten in Afrika, Spanien, Russland und der Ukraine zusammenarbeiten.