Mit Schiffshupen und Rockbands: Tage für neue Musik sind eröffnet

Zeitgenössische Musik gilt als schwierig und verkopft. Bei den Zürcher «Tage für neue Musik» hört man aber ganz andere Töne. Zum Beispiel bei einer grossen Musik Performance auf dem Zürichsee mit Schiffshupen, Rock-und Brassbands. «Maritime Rites» heisst das einmalige Spektakel.

Der junge Zürcher Musiker Moritz Müllenbach (links) mit Alvin Curran auf der MS Sentosa. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der junge Zürcher Musiker Moritz Müllenbach (links) mit Alvin Curran auf der MS Sentosa. Keystone

Neu sind bei den Tagen für neue Musik nicht nur die Töne, neu ist auch das Konzept.

Jedes Jahr wird ein anderer Intendant eingesetzt. Dieses Jahr ist es der junge Zürcher Moritz Müllenbach. Er setzt in seinem Programm den Schwerpunkt Amerika. Und eröffnet sein Festival sehr spektakulär mit «Maritime rites» von Alvin Curran. Der amerikanische Komponist hat seine Musik- Performance schon auf der halben Welt aufgeführt. In Zürich verwandelt er das Seebecken beim Bürkliplatz mit 14 Schiffen, Rock-und Brassbands in einen tobenden Klangsee.

Raus aus dem Elfenbeinturm

«Es ist Zeit, dass die zeitgenössische Musik aus dem Elfenbeinturm kommt» sagt der künstlerische Leiter Moritz Müllenbach. Aber auch das Publikum muss offener und neugieriger werden. «Wer im Restaurant immer das Gleiche bestellt, weiss gar nicht, was er verpasst - so ist es auch im Konzertsaal» meint Moritz Müllenbach.