- Rund um die ETH mussten heute mehr als 250 Personen ihre Wohnungen für mehrere Stunden verlassen.
- Dies, weil aus einem ETH-Labor eine Gasflasche mit einer hochgefährlichen Chemikalie abtransportiert wurde.
- Die gut 250 Anwohnerinnen und Anwohner mussten aus Sicherheitsgründen zwischen 10 Uhr und 16:30 Uhr ihre Häuser verlassen – sie wurden im Vorfeld von den Behörden informiert.
- Ausserdem wurden mehrere Strassen gesperrt und es kam zu Einschränkungen im öffentlichen Verkehr.
Über 250 Personen waren am Sonntag von der Evakuierung bei der ETH Zürich betroffen. Wegen des Abtransports einer potenziell gefährlichen Chemikalie hatten ETH und Kantonspolizei vorsorgliche Massnahmen getroffen.
Bei der chemischen Substanz aus einem früheren Forschungsbestand handelte es sich um Chlortrifluorid in einer Gasflasche. Diese war bislang in einem zugangsbeschränkten Labor der ETH Zürich gelagert und musste entsorgt werden. «Das Chlortrifluorid wurde in der Vergangenheit zur Analyse von Gesteinsproben eingesetzt», heisst es bei der ETH auf Anfrage.
Gefährliche Chemikalie: ETH-Gelände vorsorglich evakuiert
-
Bild 1 von 8. Rund um die Zürcher ETH lief am Sonntag eine vorsorgliche Evakuierung. Bildquelle: BRK News.
-
Bild 2 von 8. Die ETH liess eine Gasflasche mit der äusserst gefährlichen und enorm reaktiven Chemikalie Chlortrifluorid entsorgen. Bildquelle: BRK News.
-
Bild 3 von 8. Die präventiven Massnahmen betrafen rund 270 Personen, die ihre Wohnungen, Arbeitsplätze oder ETH-Gebäude vorübergehend verlassen mussten. Bildquelle: BRK News.
-
Bild 4 von 8. Rund um das Gelände wurden Strassensperren errichtet. Bildquelle: BRK News.
-
Bild 5 von 8. Auch der öffentliche Verkehr war durch die Aktion beeinträchtigt. Bildquelle: BRK News.
-
Bild 6 von 8. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden. Bildquelle: BRK News.
-
Bild 7 von 8. Für die Verladung und den Abtransport der Chemikalie wurden umfangreiche Sicherheitsmassnahmen geplant. Bildquelle: BRK News.
-
Bild 8 von 8. Zuständig für die heikle Entsorgung war eine deutsche Spezialfirma. Bildquelle: BRK News.
Das Gas gilt als eine der gefährlichsten Chemikalien überhaupt, ist toxisch und kann sich schon bei Kontakt entzünden. Für die Verladung und den Abtransport der Chemikalie waren vorsorglich Sicherheitsmassnahmen geplant worden. Dazu gehörten eine zeitlich begrenzte Evakuation im unmittelbaren Umfeld der ETH sowie temporäre Strassensperrungen.
Die Kantonspolizei informierte die knapp 270 betroffenen Anwohner direkt mit persönlichen Schreiben. «Zusätzlich haben wir an sämtlichen Liegenschaften ein entsprechendes Informationsschreiben angebracht», teilte ein Mediensprecher der Kantonspolizei Keystone-SDA mit.
Evakuierung dauert über sechs Stunden
Evakuiert wurede das Gebiet zwischen Tannenstrasse, Sonneggstrasse, Leonhardstrasse und Weinbergfussweg. Zwischen 10 und 16.30 Uhr mussten die Bewohnerinnen und Bewohner weg bleiben.
Von der Evakuierung betroffen waren auch mehrere Gebäude der ETH. Labors und Säle durfen nicht genutzt werden. Während des Einsatzes kam es temporär zu Strassensperrungen, Einschränkungen im öffentlichen Verkehr und Umleitungen für den Individualverkehr. Die Chemikalie wurde durch eine deutsche Spezialfirma entsorgt.