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Ab sofort befahrbar Neuer Velotunnel am Bahnhof St. Gallen bietet mehr Sicherheit

Eine stark befahrene Strasse mit vielen Abzweigern und Rotlichtern kann neu unterirdisch umfahren und umgangen werden.

Der Autobahnzubringer Kreuzbleiche ist für St. Galler Velofahrerinnen und Velofahrer eine Herausforderung. Diese viel befahrene, mehrspurige Strasse mit Abzweigern liegt quer in der Ost-West-Verbindung. An den vier Lichtsignalanlagen stehen die Fahrradfahrer in den Spitzenstunden lange an.

Person mit Fahrrad und Helm an einem Zebrastreifen in einer Stadt.
Legende: Die Strassen zu überqueren dauert oft länger. SRF/Marc Hanimann

Neu gibt es für die Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer und Fussgängerinnen und Fussgänger eine schnelle und sicherere Verbindung unten durch: den Beginenweg. Das Stadtparlament hat den Tunnel zum Bahnhof im Frühling 2022 bewilligt. Seit 2024 wurde gebaut. Der Tunnel kostete fast 10 Millionen Franken. Rund drei Millionen davon zahlte die Stadt St. Gallen, den Rest der Bund.

Zwei Personen fahren mit Fahrrädern durch einen Tunnel mit gelben Wänden.
Legende: 23 Sekunden abwärts, 45 Sekunden aufwärts – das Hindernis Strasse ist jetzt schnell umfahren. SRF/Marc Hanimann

Der Fussgänger- und Velotunnel ist Teil einer geplanten Fahrradachse längs durch die Stadt St. Gallen. Dazu gehören eine Velovorzugsroute und eine Velostation am Hauptbahnhof. Der Tunnel liegt auf dieser Vorzugsroute.

Die Vorzugsroute soll künftig im Westen der Stadt mit einer Velopasserelle über die Gleise beim Bahnhof Bruggen beginnen – ein Projekt, das noch durch Einsprachen blockiert ist – und endet mit Velorouten in Richtung Mörschwil und Wittenbach. Etwa die Hälfte der Route ist gebaut. Jetzt ist auch der Tunnel beim Hauptbahnhof fertig.

Unterführung mit Radweg und gelbem Gehweg.
Legende: Der Velo- und Fussgängertunnel beim Hauptbahnhof ist nach einem Frauenorden benannt, welcher in der damaligen Kirche St. Leonhard in einer Klause wohnte – die Gemeinschaft der Beginen. SRF/Marc Hanimann

Der Beginenweg führt unter dem Geschäftshaus St. Leonhard hindurch. Dort stand früher ein Beginenhaus. Es war ursprünglich die Klause des religiösen Frauenordens der Beginen. Die Stadt nutzte dieses Haus später als Spital, ab 1803 war es ein Strafarbeitshaus des Kantons. Seit 1900 steht dort ein Wohn- und Geschäftskomplex, der jetzt ebenfalls untertunnelt ist.

Regionaljournal Ostschweiz, 18.6.2026, 12:03 Uhr ; 

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